Schnabel nun Mostviertel-Sprachrohr von Kuratorium. Opponitzer FPÖ-Mandatar bringt als neuer Sprecher des „Kuratoriums für Umfassende Landesverteidigung“ (KULV) das Thema Landesverteidigung aufs Tapet.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. Februar 2021 (05:25)
Der Opponitzer FPÖ-Gemeinderat Alexander Schnabel (links) ist im Mostviertel nun Sprecher des „Kuratoriums für Umfassende Landesverteidigung“. Wolfgang Baumann (rechts) steht dem Verein als Präsident vor.
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Der Opponitzer Alexander Schnabel übernimmt für das „Kuratorium für Umfassende Landesverteidigung“ (KULV) die Funktion des Sprechers für den Raum Amstetten, Scheibbs und Melk.

Der in Wien ansässige und bundesweit agierende Verein möchte als überparteiliche Plattform das Thema Landesverteidigung wieder ins Bewusstsein rufen. „Das KULV hat sich zur Aufgabe gemacht, die verfassungskonforme Landesverteidigung zu diskutieren und diese der Bevölkerung näherzubringen“, sagt Präsident Wolfgang Baumann.

Ziel: „Kernelemente der Landesverteidigung“ hochhalten

Baumann, der das Kuratorium vor zwei Jahren mitgegründet hat, war von 2000 bis 2003 außenpolitischer Berater von Verteidigungsminister Herbert Scheibner (damals FPÖ). Danach war er in leitender Position beim Heeresnachrichtenamt tätig. Von 2018 bis 2019 war er Generalsekretär im Verteidigungsministerium unter FPÖ-Minister Mario Kunasek. Seit 2020 ist er als FPÖ-Gemeinderat in der oberösterreichischen Gemeinde Kleinzell aktiv.

Der neue Mostviertel-Sprecher des Kuratoriums, Alexander Schnabel, sitzt seit 2005 für die FPÖ im Opponitzer Gemeinderat. Zehn Jahre war er als Berufssoldat in verschiedenen Einheiten des Bundesheers tätig, ehe sich der Unteroffizier 2016 karenzieren ließ, um als Regionalreferent für das Mostviertel hauptberuflich für die FPÖ tätig zu werden. In der Bezirkspartei hat er mittlerweile die Funktion des geschäftsführenden Obmanns inne.

In seiner neuen ehrenamtlichen Funktion möchte Schnabel die „Kernelemente der Landesverteidigung“ hochhalten und diese der Zivilbevölkerung mittels Vorträgen und über die sozialen Medien näherbringen. „Diese vier Kernelemente sind die zivile, die wirtschaftliche, die geistige und die militärische Landesverteidigung“, führt Schnabel aus. Des Weiteren möchte man die Bürger hinsichtlich Krisenvorsorge beraten und sie bei Präventivmaßnahmen einbinden.

Noch heuer sollen Informationen über Wasserknappheit, Bebauung sowie vorbereitende Maßnahmen zur Bewältigung eines eventuellen Blackouts im Raum Amstetten weitergegeben werden. „Ob Corona, Migrationskrise oder Blackout, diese Herausforderungen beeinflussen direkt alle Sparten und Bereiche der Republik und deshalb ist vorbereitendes Krisenmanagement oberste Prämisse“, sagt Schnabel. „Da wir im Mostviertel noch nicht so präsent sind, möchten wir nun auch hier ein enges Netzwerk zwischen Einsatzorganisationen aller Art, Betrieben und Firmen sowie zivilen Organisationen flechten.“

Die Überparteilichkeit des „Kuratoriums für Umfassende Landesverteidigung“ ist Schnabel besonders wichtig. Seine neue Aufgabe habe nichts mit seiner politischen Funktion zu tun, stellt er klar.