Dorferneuerungsverein: „Wir wollen viel umsetzen“. Bauernmarkt und Radbrücke standen im Mittelpunkt der ersten gemeinsamen Zusammenkunft.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 19. September 2020 (05:59)
Doris Erbschwandtner, Obfrau Birgit Günther, Elisabeth Litzellachner, Gemeinderätin Iris Schrattbauer, Sabine Kromoser, Obfrau Ilse Beham, Claudia Amüss, Gemeinderätin Duygu Yilmaz-Binici und Regionalberaterin Maria Huemer nach der gemeinsamen Zusammenkunft.
Hudler

Zur ersten gemeinsamen Zusammenkunft hatten in der Vorwoche der Dorferneuerungsverein mit Obfrau Birgit Günther und die Gesunde Gemeinde mit Obfrau Ilse Beham in Kematen eingeladen.

In ihrem Statement sagte Birgit Günther: „Der vierzehntägige Bauernmarkt wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Dennoch müssen wir uns verbessern und ihn attraktiver machen.“ Geplant ist, dass sich am Angebot der Waren noch einiges ändern müsse. Seitens des Dorferneuerungsvereines will man jetzt die Standler mit ihrem Produktangebot katalogisieren und dies sowohl in der Gemeindezeitung als auch mit Flugblättern bewerben. „Die Leute sollen schon vor dem Besuch des Bauernmarktes wissen, was es für Produkte an Lebensmitteln gibt“, sagte Günther.

Weiters werden Pavillone angekauft oder über Werbeträger finanziert. Damit will man jenen Standlern helfen, die derzeit nur mit einem kleinen Tisch am Bauernmarkt stehen und jeder Witterung ausgesetzt sind. Zufrieden zeigte sich Günther auch mit dem „Café zur alten Tasse“ das mit seinem selbst gemachten Frühstücksbuffet sicher der kommunikative Mittelpunkt am Bauernmarkt ist.

"Radbrücke über die Ybbs von größter Bedeutung"

Um Kematen an den Ybbstalradweg anzubinden, spricht sich die Obfrau der Gesunden Gemeinde, Ilse Beham, für eine Radbrücke über die Ybbs im Gemeindegebiet von Kematen aus. „Die Brücke ist deshalb von größter Bedeutung, weil die bestehende Ybbsbrücke durch das sehr starke Verkehrsaufkommen von Schwerlastfahrzeugen für Radfahrer nicht geeignet ist“, meinte auch Günther. Wie die NÖN berichtete, ist ein Anbau für Radfahrer bei der historischen Steinbrücke – sowohl technisch als auch baulich – nicht möglich. Seitens der Gemeinde spricht man sich deshalb für eine Brücke von der 4.a Straße über die Ybbs nach Allhartsberg aus. Seitens der Brückenbauabteilung des Landes NÖ gab es bereits eine Besichtigung. Dabei hieß es, dass eine derartige Querung möglich sei.

Bürgermeisterin Juliana Günther teilte mit, dass über den Klimafonds eine Einreichung für ein derartiges Projekt beim Bund vorliege. „Wenn es das O.k. seitens des Bundes gibt, kann das Projekt auch verwirklicht werden“, sagt die Ortschefin. „Es ist von den Bundesgeldern abhängig, ob diese Brücke gebaut wird.“

Veranschlagt ist die Radbrücke mit zwei Millionen. Dazu kommt der Ausbau des Radweges bis zum Bahnhof Kematen. Für Kematen sei der Radweg sehr wichtig, weil dadurch die Bevölkerung verkehrssicher den Bahnhof erreichen könnte, sagt Günther – vor allem dann, wenn – wie in einer Resolution an den Verkehrslandesrat gefordert – künftig jede halbe Stunde ein Zug auf der Rudolfsbahn in beide Richtungen fahren soll. „Damit tragen wir zum Klimaschutz bei“, meint Beham und hofft, dass es bald eine positive Entscheidung geben wird.