Gemeinde investiert in Wasserversorgung. Voranschlag der Gemeinde Kematen für 2021 von ÖVP und SPÖ einstimmig beschlossen. Gemeinde kauft Schanzer-Haus.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 25. Dezember 2020 (03:25)
Das traditionsträchtige Modehaus Schanzer schließt nach 110 Jahren seine Pforten. Nun kauft es die Gemeinde, um darin Wohnungen, Geschäfte und Arztpraxen unterzubringen.
Kössl

Einstimmig wurde der Voranschlag der Marktgemeinde Kematen für das Jahr 2021 am Montag der Vorwoche von ÖVP und SPÖ beschlossen.

Im Ergebnishaushalt hat man Einzahlungen von 7,402 Millionen Euro und Auszahlungen von 7,255 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Plus von 147.100 Euro. Im Finanzierungshaushalt stehen Einzahlungen von 10,198 Millionen Euro, Auszahlungen von 9,933 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein Saldo von 264.900 Euro.

Bei den Investitionen fließt mit 2,4 Millionen Euro der größte Brocken in die Wasserversorgung. Mit rund zwei Millionen Euro ist der neue Hochbehälter veranschlagt, der 2021 beim derzeitigen Hochbehälter errichtet werden soll.

„Wasser und Brot sind am dringendsten notwendig“, sagt Bürgermeisterin Juliana Günther (ÖVP). „Natürlich fehlen auch uns infolge der Coronakrise große Summen bei den Ertragsanteilen. Mit der Bundesförderung ist aber noch so manches machbar. Wir schauen jetzt einmal, wie viel wir tatsächlich bekommen, und schieben bei Bedarf. Nicht schieben werden wir die Investitionen in die Wasserversorgung. Diese sind das oberste Gebot.“

Beschlossen wurde in der Gemeinderatssitzung letzten Montag auch der Kauf des Schanzer-Hauses. Das traditionsträchtige Modehaus schließt nach 110 Jahren seine Pforten. Die Gemeinde Kematen möchte das Gebäude umbauen und denkt daran, hier Wohnungen, Geschäfte und Arztpraxen unterzubringen. Der Kauf der Immobilie selbst soll im Jänner vollzogen werden.