Securitymann schlug 21-Jährigem drei Zähne aus. Securitymann schlug 21-Jährigem Zähne aus und prellte Nase. Richterin verhängte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 28. Februar 2018 (04:30)
Symbolbild

Zwei alkoholisierte Zuschauer stänkerten beim Perchtenlauf in Kematen am 11. November letzten Jahres. Ein Securitymann wollte die beiden zur Rede stellen, doch statt für Ordnung zu sorgen, rastete dieser aus. Nun wird dem Angeklagten am Landesgericht in St. Pölten schwere Körperverletzung vorgeworfen.

„Einer von ihnen hat mich gestoßen und ich habe falsch reagiert“, sagt der Mann vor der Richterin. Dem Kontrahenten (21) verpasste er einen Faustschlag, prellte ihm die Nase und schlug ihm drei Zähne aus. Weil der 21-Jährige bereits zwei Vorstrafen hat, hängt über ihm das Damoklesschwert einer Gefängnisstrafe. Sein Verteidiger bittet um Milde. „Die Kosten für die Sanierung des Gebisses wird mein Mandant übernehmen“, sagt der Rechtsanwalt.

Hinter Gitter muss der 21-Jährige nicht. Die Richterin verurteilt ihn zu neun Monaten bedingt verhängter Freiheitsstrafe und 3.600 Euro Geldstrafe. Zahlt er nicht, muss er 100 Tage absitzen. 500 Euro Schmerzensgeld soll er an das Opfer berappen und muss ein Antiaggressionstraining absolvieren. Ein Bewährungshelfer wird ihm zur Seite gestellt. Vom Widerruf bereits bedingt verhängter Strafen sieht die Richterin ab, sie verlängert die Probezeit auf fünf Jahre. Der 21-Jährige nimmt das Urteil an, der Staatsanwalt gibt keine Erklärung ab (nicht rechtskräftig).