Wieder Lehrlinge bei IFE. Weltmarktführer bei Türsystemen bildet wieder Konstrukteure aus. Standort in Kematen langfristig gesichert. Umsatzplus von bis zu 20 Prozent im heurigen Jahr erwartet.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 15. September 2017 (05:17)
NOEN, Kössl
Geschäftsführer Markus Ber, der Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Österreich Oliver Schmidt und Betriebsrat Peter Draxler präsentierten Landesabgeordneter Michaela Hinterholzer und Landesrätin Petra Bohuslav das Unternehmen.

Anlässlich des 70-jährigen Firmenjubiläums besuchte Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav vergangene Woche die Firma IFE. Das Unternehmen, das vor acht Jahren seinen Standort von Waidhofen nach Kematen verlagert hat und seit 20 Jahren als Division in den Knorr-Bremse-Konzern eingebettet ist, ist mit aktuell 345 Mitarbeitern ein zentraler Arbeitgeber in der Region.

Kössl

Das soll auch so bleiben. „Der Standort Kematen ist nicht verlegbar“, hielt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Österreich, Oliver Schmidt fest. Gemeinsam mit Geschäftsführer Markus Ber und Betriebsrat Peter Draxler präsentierte er der Landesrätin das Unternehmen.

Kössl

Die IFE entwickelt, produziert und vertreibt elektrisch angetriebene Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge und ist dabei mit einem Anteil von 35 Prozent Weltmarktführer. Am Hauptsitz in Kematen wird an der Forschung und Entwicklung der Türsysteme gearbeitet, produziert wird im tschechischen Brünn.

Kössl

Insgesamt sind weltweit mehr als 600.000 IFE Einstiegssysteme täglich im Einsatz. Die Wiener U-Bahn betritt man durch eine IFE-Tür, ebenso wie die Linzer Straßenbahn oder die Citybahn Waidhofen, aber auch der Monorail in Seattle oder die 380 km/h schnellen chinesischen Hochgeschwindigkeitszüge sind mit IFE-Systemen unterwegs.

173 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2016

Erfreulich sind die Geschäftszahlen des Unternehmens. So erzielte die IFE im letzten Jahr einen Umsatz von 173 Millionen Euro – um rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das heurige Geschäftsjahr wird eine weitere Umsatzsteigerung um 18 bis 20 Prozent angepeilt.

„Wir sind ein wirtschaftlich sehr stabiles Unternehmen“, hielt Schmidt fest. „Von Kematen aus wird das weltweite Türgeschäft geführt.“ Den nächsten großen Markt für Eisenbahnen sieht der Geschäftsführer nach China in Indien.

Seit kurzem werden bei IFE auch wieder Lehrlinge ausgebildet. Seit dem Umzug aus Waidhofen war das nicht der Fall. Mit 1. September haben nun aber in Kematen wieder drei junge Männer eine Lehre begonnen. Bis 2020 ist geplant jährlich drei weitere Lehrlinge aufzunehmen, um sie zu Konstrukteuren für das eigene Unternehmen auszubilden.