Günther Groissböck in neuem Metier. Standing Ovations gab es für Günther Groissböck und Philharmonia Schrammeln im Schlosscenter.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Mai 2019 (04:45)
Lugmayr
Günther Groissböck (r.) und die Philharmonia Schrammeln begeisterten in einer Matinee am Sonntag im ausverkauften Schlosscenter.

Er ist ein Weltstar und doch hält er seiner Geburtsstadt die Treue. Im Klangraum Waidhofen gab der weltberühmte Bass und Sohn der Stadt Waidhofen Günther Groissböck am Sonntag sogar ein Debüt in ungewohntem Metier: dem Wienerlied.

Gemeinsam mit den einzigartigen Philharmonia Schrammeln gestaltete er ein harmonisches Programm aus gediegenster Wienerlied-Literatur und eleganter Schrammelmusik.

Ob in Ludwig Schmidseders „I hob die schönen Maderln net erfunden“ oder in dem im Wienerliedgenre allgegenwärtigen „Fiakerlied“ von Gustav Pick, Groissböck gelangen stets individuelle Interpretationen voller Pracht. Bis hin zu Richard Wagners Ring-Quadrille spannte man den Bogen.

Tosender Applaus und Standing Ovations

Tosender Applaus und Standing Ovations holten die Künstler immer wieder zurück auf die Bühne. Sie bedankten sich mit Liedern wie Peter Kreuders „Sag zum Abschied leise Servus“, wo Groissböck noch einmal augenzwinkernd den Wiener Gruß in ein Mostviertler „Servas“ verwandelte.

Zur letzten Zugabe – das Publikum wollte und wollte Groissböck nicht gehen lassen – lud der Maestro den Knöpferlharmonikaspieler Günter Haumer von seinem Instrument weg zum Gesangsduett mit „D’ Hausherrnsöhnl’n“ ein und outete Haumer in der zweiten Facette seines Künstlerlebens als Bariton an der Wiener Volksoper.

Wer Günther Groissböck in Waidhofen versäumt hat, kann dessen Interpretation der Wienerlieder zu einem derzeit noch nicht festgesetzten Zeitpunkt im Kultursender Ö1 nachhören oder ihn auch am 2. Juni, 19.30 Uhr, in der Neuen Mittelschule Ybbsitz bei der Klangschmiede erleben. Dort gibt er gemeinsam mit dem Ensemble unter der Leitung des jungen, aufstrebenden Dirigenten Tobias Wögerer Arien von W. A. Mozart und Richard Wagners Wesendonck-Lieder in einer Bearbeitung für Orchester zum Besten. Weiters am Programm stehen Auszüge aus Mozarts Colloredo-Serenade und Richard Strauss’ Bläserserenade Opus 7.