Best- und nicht Billigstbieter. Andreas Kössl über Debatten unterhalb der Gürtellinie und Lehren aus dem Schlosssteg-Desaster.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 08. September 2014 (11:41)
Bei der außerordentlichen Gemeinderatssitzung am Montag vergangener Woche flogen die Messer tief. Der Grund dafür war wieder einmal das Debakel rund um den rostigen Waidhofner Schlosssteg. Da wurden nach der Zur-Kenntnis-Bringung des Bauausschussberichts zum Steg Aussagen getätigt, die in einem Stadtparlament eigentlich nichts verloren haben sollten.

Ebenfalls – wenn auch nur indirekt – Thema war die Auftragsvergabe für eine neue Brückenkonstruktion. Dabei gewann man durchaus den Eindruck, dass man aus der Vergangenheit gelernt hat. Ein ausgeklügeltes Punktesystem soll diesmal wirklich den Best- und nicht bloß den Billigstbieter ausfindig machen.

Sollte es dennoch zu einem Schadensfall kommen, so haften die Unternehmen in dem Konsortium, das den Zuschlag erhält, solidarisch. Sollte eine beteiligte Firma dann nicht mehr existieren, schaut man trotzdem nicht durch die Finger. Zudem wird mit einem Brückenbuch ein internes Kontrollsystem bzgl. Gewährleistungsfristen installiert. Positiv zu verzeichnen ist auch, dass dies alles öffentlich im Gemeinderat vom Vergabeexperten erörtert wurde.