Die Abwehr als Achillesferse. Michael Moser über Amstettens unerwünschte Defensivsorgen.

Von Michael Moser. Erstellt am 08. September 2014 (11:53)
Der SKU Amstetten bangt vor dem Auftritt bei den Austria Amateuren um seine Lebensversicherung, und die heißt Thomas Zemann. Sechs Tore steuerte der Oberösterreicher in dieser Saison bereits bei, dafür gibt es die Führung in der Torschützenliste.

Die genaue Diagnose steht zwar noch aus, wirklich hoch wird die Einsatzchancen aber keiner beziffern. Zemanns Ausfall wäre zugegeben schmerzhaft, doch nicht unauffangbar. Mit Kozelsky, Zellhofer und Rülling haben andere Spieler gezeigt, dass sie durchaus in die Bresche springen könnten.

Die Offensive ist daher weniger die Achillesferse der Amstettner. Wo diese liegt, machte Kapitän Michael Achleitner nach dem 2:2 gegen Rapid fest. Sechs Gegentore in zwei Spielen seien das Übel, es gelte die Defensive, das einstige Prunkstück der Mostviertler, wieder zu stärken, dann könne die Thonhofer-Elf auf allen Plätzen in der Liga bestehen.

Der Kapitän muss es ja wissen und legt wohl nicht zu unrecht den Finger in diese Wunde. In den ersten vier Pflichtspielen hielt die Thonhofer-Elf bei lediglich zwei Gegentoren. Die Tendenz geht also eindeutig in die falsche Richtung und wird zu korrigieren sein.