Ein System mit wenig Sinn. Ingrid Vogl über den Abstieg der Amstettner Tennisspieler aus der 1. Bundesliga.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 23. Juni 2014 (10:35)

Zwei Jahre spielten die Herren des UTC Amstetten in der 1. Bundesliga. Im Vorjahr scheiterten sie knapp am Einzug ins Final Four, heuer beendeten sie die Meisterschaft als Letzter.

Für den Abstieg gibt es vor allem zwei Gründe. Zum einen das fehlende Spielglück, denn einige verlorene Champions-Tiebreaks verhinderten ein durchaus mögliches besseres Abschneiden. Zum anderen wurden die Amstettner auch Opfer eines fragwürdigen Systems.

So wurden nicht alle im Grunddurchgang erspielten Punkte mit ins Play-off genommen, sondern nur jene gegen die Teams, die auch das untere Play-off bestritten. Somit fielen die Amstettner um ihre zwei Zähler um und starteten mit null Punkten in die zweite Meisterschaftsphase.

Gänzlich ausgereizt wurde das System vom Team aus Spittal/Drau. Die Kärntner traten im Grunddurchgang mit sechs Legionären an und hatten da bereits so viele Punkte gesammelt, dass am Klassenerhalt nicht mehr wirklich zu rütteln war. Daher konnten sie es sich leisten, im Play-off die zweite Garde einlaufen zu lassen.

Da stellt sich schon die Frage, welchen Sinn ein System hat, in dem die Ergebnisse der Play-off-Spiele für manche einfach keine Bedeutung mehr haben. Einer höchsten Spielklasse im Land, die ernst genommen werden will, ist es jedenfalls nicht würdig.