Erfolg ist nicht immer planbar. Ingrid Vogl über Freud und Leid bei der U22-EM im Beachvolleyball.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 22. September 2014 (09:29)
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Fethiye in der Türkei war letzte Woche Schauplatz der U22-Europameisterschaft im Beachvolleyball. Mit Tobias Winter und Benedikt Kattner waren gleich zwei Aschbacher für Österreich im Einsatz.

Der eine, Winter, ist Profi und bestritt nach einem erfolgreichen Jahr mit Partner Lorenz Petutschnig in der Türkei das letzte Nachwuchsturnier seiner Karriere. Der andere, Kattner, ist Amateur und absolvierte mit Partner Christoph Dressler vor der EM nur einige wenige Trainingseinheiten, denn der Grazer war die gesamte Saison über mit Thomas Kunert auf der European Tour unterwegs. Voraussetzungen also, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Kein Wunder also, dass die Europameisterschaft für ein rot-weiß-rotes Team nur mit einer Medaille enden konnte und für das andere mit einer Enttäuschung enden musste. Kein Wunder? Aber hallo, denn nicht das favorisierte und erfolgsverwöhnte Duo Winter/Petutschnig lachte vom Siegespodest, sondern mit Kattner/Dressler „nur“ die Nummer 32 der Setzliste.

Dass es sich ohne Erfolgsdruck locker aufspielen lässt, ist kein Geheimnis. Dass derartige Überraschungen deshalb immer möglich sind, ist einer der großen Reize des sportlichen Wettkampfs. Zumindest für die Nicht-Favoriten.