Ein Zeichen für Menschlichkeit. Über die Appelle der Waidhofner Politik zur Flüchtlingskrise in Moria.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 16. September 2020 (03:15)

Die Bilder aus dem brennenden Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Moria sind mehr als erschütternd. Da ist die harte Linie von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der es kategorisch ablehnt, Flüchtlinge aufzunehmen, selbst wenn es sich um unbegleitete Minderjährige handelt, auch für manchen Parteifreund nicht nachvollziehbar.

So hat Waidhofens Stadtchef auf Facebook festgehalten, dass dies nicht seine Haltung sei, und angekündigt, dies auch dem Bundeskanzler in einem Brief mitzuteilen. Schön zu sehen, wenn ÖVP-Funktionäre ihre christlich-sozialen Grundwerte noch hochhalten!

Ob die Waidhofner Volkspartei so weit geht und im Gemeinderat der Resolution der Liste FUFU in dieser Sache zustimmt, ist derzeit noch offen. Schön wäre es freilich, wenn sich hier ein parteienübergreifender Konsens im Sinne der Menschlichkeit finden würde. Denn auch, wenn diese Resolution die Meinung der Bundes-ÖVP wohl nicht ändern wird, sie wäre ein starkes und wichtiges Zeichen.