Ganz logisch ist das aber nicht. über den vorprogrammierten „Impftourismus“.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. April 2021 (05:30)

Drei Tage lang lag Waidhofen in der Vorwoche über der 400er-Inzidenz. Seit Gründonnerstag gehen die Zahlen deutlich nach unten. Anders im Bezirk Amstetten, wo man am Ostermontag mit einer Inzidenz von 399,9 nur haarscharf an der 400er-Grenze vorbeischrammte. Liegt ein Bezirk sieben Tage hindurch über einem Inzidenzwert von 400, kommen Ausreisekontrollen. Man will damit auch „aufschiebbare“ (oder härter gesagt „unnötige“) Fahrten zwischen den Bezirken vermeiden.

Nur, gleichzeitig macht man 20 zentrale Impfzentren im Land und schließt (gut funktionierende) regionale Impfzen tren wie jenes in Waidhofen oder gar lokale Impfstraßen bei Hausärzten. Damit feiert der „Impftourismus“ ab Start dieser Impfzentren fröhliche Urständ. Ganz logisch ist das nicht. Und einmal mehr zeigt sich, dass bei dieser Pandemie der Föderalismus nicht nur dienlich ist. Die 400er-Grenze ist ein Erlass des Gesundheitsministers. Die Impfzentren eine Idee des Landes. Beides widerspricht sich.