Nicht nur Chance für Tourismus. Über den herrschenden Radboom und die Förderung des Alltagsradverkehrs.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:01)

Ziemlich genau drei Jahre ist es nun her, dass der Ybbstalradweg eröffnet wurde. Schon von Beginn an wurde der 55 Kilometer lange Rad-Highway zwischen Waidhofen und Lunz am See gut angenommen.

Die Tendenz ist steigend. Das liegt an einem generellen Aufwärtstrend, den das Radfahren gerade erlebt und der auch damit zu tun hat, dass die ältere Generation in den letzten Jahren verstärkt zum E-Bike greift. Die Beschränkungen im Freizeitbereich in Folge der Coronakrise haben diesen Radboom zusätzlich befeuert.

Für die Region ist der Radboom am Ybbstalradweg touristisch eine große Chance, von der sowohl die Gastronomie- als auch die Beherbergungsbetriebe profitieren können.

Schön ist aber auch, dass man im Ybbstal mittlerweile nicht nur den touristischen Mehrwert des Radfahrens erkennt, sondern auch den Alltagsradverkehr immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Wenn Radanbindungen gebaut, Radständer installiert, Radkonzepte entwickelt und bei Straßenbauprojekten Radwege mitgedacht werden, so ist man auf dem richtigen Weg.