Wirtsleute in Schwierigkeiten. Andreas Kössl über die Schließung des Windhagerwirts und die Wichtigkeit des Schlosswirts.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 27. Oktober 2014 (11:14)

Während es in den letzten Jahren noch den Anschein hatte, als habe man dem Wirtesterben in Waidhofen einen Riegel vorschieben können, stellt sich derzeit wieder Ernüchterung ein.

Nach dem Gasthof zum Halbmond und dem Restaurant Atrium schließt nun auch der Windhagerwirt seine Pforten. Der Konkurrenz durch die Vereine könne man nichts entgegensetzen, kritisieren die Wirtsleute.

Diese Kritik ist sicher nicht unberechtigt. Dass es nicht leicht ist, heutzutage als Gastronom überleben zu können, hat aber auch damit zu tun, dass das Wirtshaus seine Funktion als soziale Kommunikationsplattform zunehmend verloren hat.

Dem etwas entgegenzusetzen, gelingt nur noch wenigen Gastronomen. In Waidhofen gehören da u.a. der Puntiwirt oder der Schlosswirt dazu. Dass Letzterer nun in ein Insolvenzverfahren verwickelt ist, ist bitter. Es bleibt zu hoffen, dass die Weiterführung des Betriebes gelingt. Ansonsten wäre das ein herber Verlust für die Stadt generell. Diese möchte das Rothschildschloss künftig ja noch stärker als Kultur- und Eventschauplatz positionieren. Dazu braucht es aber auch einen Wirten mit Leib und Seele vor Ort.

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