Zwei Sieger, zwei Verlierer. Andreas Kössl über die massiven Mandatsverschiebungen bei der Waidhofner Wahl.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:00)

Den Trend konnte man im Vorfeld bereits erahnen, doch dass die Mandatsverschiebungen im Waidhofner Gemeinderat derart massiv ausfallen würden, damit konnte man nicht rechnen. Der Waidhofner Volkspartei gelang bei der Wahl am Sonntag mit dem Zugewinn von sechs Mandaten ein Erdrutschsieg.

Dieser ist das Ergebnis einer Personenwahl. Er geht auf die hohen Beliebtheitswerte, die Stadtchef Werner Krammer weit über die traditionelle ÖVP-Wählerschaft hinaus genießt, zurück.

Der zweite große Wahlgewinner ist wiederum jene Fraktion, die der Bürgermeisterpartei in den letzten fünf Jahren am wohl kritischsten gegenübergestanden ist und immer wieder dort hin gestochen hat, wo es weh tat. Die Liste FUFU konnte sich als konsequente Oppositionspartei profilieren und ihren Mandatsstand verdoppeln.

Der UWG nahm ihre Wählerschaft das Kuscheln mit der WVP offensichtlich krumm. So wurde die zweite Waidhofner Bürgerliste abgestraft. Ebenso wie die SPÖ, die ihre Stammwählerschaft immer mehr verliert, ohne neue Wählerschichten erreichen zu können.