Rote Wende ist nicht in Sicht. Über die Ausgangslage der SPÖ Sonntagberg für die Wahl 2020.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (03:13)

Gleich mehrmals fiel bei der Ortsleitungskonferenz der SPÖ Sonntagberg in der Vorwoche das Wort „Meilenstein“. Es bezog sich auf die Zusammenführung der bislang drei Sektionen zu einer Ortspartei. Das mag für die handelnden Personen tatsächlich ein Meilenstein sein, nach außen hin ist dies jedoch schwer zu vermitteln.

Natürlich ist es gut, alte Strukturen aufzubrechen. Das alleine wird aber nicht reichen, um eine Wahl zu gewinnen. Zur Erinnerung: Noch vor 15 Jahren war Sonntagberg eine rote Hochburg. Die SPÖ hatte fast doppelt so viele Sitze im Gemeinderat wie die ÖVP. Nach der Wahl 2010 lag man plötzlich nur mehr ein Mandat vorne und fünf Jahre später war die rote Mehrheit Geschichte.

Am 26. Jänner möchte man nun wieder zulegen. Sogar vom Führungsanspruch der SPÖ in Sonntagberg war letzte Woche die Rede. Doch auch wenn sich die Partei schon jetzt in Stellung für den Wahlkampf bringt, dass sich das Blatt tatsächlich wendet, ist nicht zu erwarten.