Schmerzliche Absiedelung. Andreas Kössl über die Übersiedlung der Firma Meiller von Waidhofen nach Oed.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)

Des einen Freud, ist des anderen Leid: Während man in Oed-Öhling jubiliert, ist die Stimmung in Waidhofen getrübt. Der Grund dafür ist die Zusammenführung der beiden Österreich-Standorte der deutschen Meiller GmbH in einem neuen Werk bei Oed. Die jetzigen Niederlassungen in Waidhofen und Asten werden aufgelöst.

Für die Mitarbeiter aus dem Ybbstal ist das insofern bitter, als sie künftig längere Arbeitswege in Kauf nehmen müssen. Schmerzlich ist die Abwanderung aber auch für die Stadt Waidhofen. Ein ordentlicher Brocken an Kommunalsteuereinnahmen bleibt künftig aus.

Anfang 2017 hieß es seitens des Unternehmens noch, dass man in das Waidhofner Werk investieren wolle und der Standort damit gesichert sei. Gut ein Jahr später sieht die Sache nun anders aus. Mit der Autobahnnähe und dem größeren Platzangebot in Oed-Öhling konnte die Statutarstadt nicht mithalten. Hier hat das Ybbstal eindeutig einen Standortnachteil. Umso dringlicher ist es, hier wieder neue Betriebsflächen zu schaffen, um weiteren Firmenabsiedelungen vorzubeugen.