Eine Frage des Respekts. Ingrid Vogl über Christian Kromosers Crash beim Linzer Halbmarathon.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 17. April 2018 (02:19)

Stürze, Schürfwunden und Prellungen. Dinge, die bei Inlinespeedskatern vor allem bei den Bahnrennen auf der Tagesordnung stehen und Grund dafür sind, warum die Topskater lernen müssen, in brenzligen Situationen richtig zu reagieren, um so Schlimmeres verhindern zu können.

Was Christian Kromoser und dem Schweizer Silvano Veraguth jedoch beim Halbmarathon in Linz widerfahren ist, das hat zum Glück Seltenheitswert. Den beiden wurde ein Begleitfahrzeug des Veranstalters, das der Spitzengruppe in einer 90-Grad-Kurve zu wenig Platz ließ, zum Verhängnis. Kromoser krachte mit 50 Stundenkilometern seitlich in das Motorrad, der Schweizer in die Zuschauer. Beide konnten das Rennen fortsetzen und kamen glimpflich davon. Offenbar zu glimpflich, sodass der Veranstalter keine Veranlassung sah, sich bei den Gestürzten für den Vorfall zu entschuldigen.

Traurig. Wenn man es schon nicht schafft, Motorradfahrer zu finden, die das Tempo der Skater richtig einschätzen können, dann sollte man wenigstens den Mumm haben, einen Fehler einzugestehen, wenn etwas passiert. Diese Art von Respekterweisung wäre wohl das Mindeste, das sich die Athleten verdient hätten.