100 Prozent für Sonntagbergs Ortschef Raidl. Bürgermeister Thomas Raidl (ÖVP) einstimmig im Amt bestätigt. Parteien setzen auf Miteinander.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 13. März 2020 (05:21)
Der neue Sonntagberger Gemeinderat: Harald Matzinger, Josef Rumpl, Bürgermeister Thomas Raidl, Vizebürgermeisterin Heide Maria Polsterer, Ulrike Neubauer, Gerhard Schallauer und Nikolaus Stöckl (vorne v.l.), Günther Hammerschmid, Harald Halbmayr, Astrid Poiß, Lisa Großalber, Bernhard Atschreiter, Bernadette Friesenegger, Margit Gräsler, Raimund Willim, Lisa Matzinger, Reinhard Gleiß, Hannelore Grem, Pius Greifensteiner, Regina Bruckschwaiger, Konrad Wagner, Renate Granzer und Maria Pflügl (hinten v.l.).  Foto: Kössl
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Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Bürgermeister Thomas Raidl am Montag bei der der konstituierenden Sitzung des Sonntagberger Gemeinderats von den neuen 23 Mandataren zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Diese wurden zuvor unter dem Altersvorsitz von Josef Rumpl angelobt.

Bei der Gemeinderatswahl am 26. Jänner konnte der amtierende ÖVP-Ortschef mit seinem Team zwei Mandate zulegen. Die ÖVP kam auf 67,2 Prozent und 16 Sitze im Gemeinderat, während die SPÖ, die angeführt von Ortsparteiobmann Helmut Novak in die Wahl ging, mit einem leichten Minus auf 32,8 Prozent kam und einen Gemeinderatssitz abgeben musste.

„Als Gemeinderäte haben wir die Aufgabe die Gemeinde in die Zukunft zu führen. Das geht nur miteinander.“Bürgermeister Thomas Raidl, ÖVP

Als Vizebürgermeisterin wurde am Montag mit 21 von 23 Stimmen Heide Maria Polsterer (ÖVP) in ihrem Amt bestätigt. Eine Stimme entfiel auf SPÖ-Fraktionssprecherin Ulrike Neubauer, eine Stimme war ungültig. Weiterhin aus sechs geschäftsführenden Gemeinderäten setzt sich der Gemeindevorstand zusammen. Vier Sitze hält die ÖVP, zwei Sitze die SPÖ. Bis auf einen Wechsel bleibt der Gemeindevorstand gleich wie in der letzten Gemeinderatsperiode.

Für die ÖVP übernehmen Vizebürgermeisterin Polsterer sowie die Mandatare Josef Rumpl, Gerhard Schallauer und Nikolaus Stöckl einen Sitz. Für die SPÖ sind Ulrike Neubauer und Harald Matzinger vertreten. Letzterer übernimmt den Sitz von SPÖ-Ortsparteiobmann Helmut Novak, der aufgrund der Wahlniederlage auf sein Gemeinderatsmandat verzichtet.

Polsterer, Schallauer, Rumpl und Neubauer wurden von den 23 Mandaten einstimmig in den Gemeindevorstand gewählt. Stöckl und Matzinger erhielten jeweils 22 Stimmen.

Aus fünf Gemeinderatsmitgliedern setzt sich der Prüfungsausschuss der Gemeinde zusammen. Seitens der ÖVP sind hier Raimund Willim, Margit Gräsler und Harald Halbmayr, seitens der SPÖ Günther Hammerschmid und Reinhard Gleiß vertreten. Die Konstituierung des Prüfungsausschusses erfolgte gleich im Anschluss an die Sitzung.

Die Konstituierung der weiteren Gemeinderatsausschüsse wird bei der ersten Arbeitssitzung im April vorgenommen.

Wie bisher wird es sechs Ausschüsse geben: einen für Tourismus, Bildung und Kultur, einen für Finanzen, Landwirtschaft und Sicherheit, einen für Bauen und Wohnen, einen für Umwelt, Familie und Jugend, einen für Sport und einen für Soziales.

Elf Frauen und zwölf Männer im Gemeinderat

Gewählt wurden bei der konstituierenden Sitzung auch die zuständigen Referenten. Seitens der ÖVP fungieren Heide Maria Polsterer als Referentin für Tourismus und Kultur, Gerhard Schallauer als Finanzreferent, Nikolaus Stöck als Baureferent, Josef Rumpl als Umweltreferent, Raimund Willim als Feuerwehrreferent, Bernhard Atschreiter als Jugendreferent, Lisa Großalber als Familienreferentin und Margit Gräsler als Personalreferentin. Bei der SPÖ bleibt Ulrike Neubauer Sozialreferentin und übernimmt Harald Matzinger die Funktion des Sportreferenten.

In seiner Ansprache dankte Bürgermeister Thomas Raidl den Wählerinnen und Wählern, die von ihrem Wahlrecht am 26. Jänner Gebrauch gemacht haben und zeigte sich zufrieden über einen Gemeinderat, der sich aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen zusammensetze und in dem alle Ortsteile vertreten seien. Besonders erfreut zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass nun mit elf Frauen und zwölf Männern ein beinahe ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Sonntagberger Gemeinderat herrsche.

„Unser Wahlslogan lautete ‚Gemeinsam für Sonntagberg‘. Diesen Weg wollen wir gehen.“SPÖ-Fraktionssprecherin Ulrike Neubauer

Den Gemeinderäten dankte Raidl für ihre Bereitschaft für die Sonntagberger Bevölkerung mitzuarbeiten. „Als Gemeinderäte haben wir die Aufgabe die Gemeinde weiter zu entwickeln und in die Zukunft zu führen“, sagte der Bürgermeister. „Das geht aber nur miteinander. Meine Hand ist ausgestreckt. Ich freue mich auf eine gute und konstruktive Gemeinderatsperiode.“

Seitens der SPÖ wurde die Einladung des Bürgermeisters zur Zusammenarbeit angenommen. „Ein großes Danke an alle Wählerinnen und Wähler, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Auch wenn das Wahlergebnis für uns ernüchternd war, haben wir von jedem dritten Wähler den klaren Auftrag bekommen, mit aller Kraft für die Gemeinde weiterzuarbeiten“, sagte SPÖ-Fraktionssprecherin Ulrike Neubauer. „Das funktioniert nur gemeinsam. Unser Wahlslogan lautete ‚Gemeinsam für Sonntagberg‘. Diesen Weg wollen wir gehen. Ich danke Bürgermeister Thomas Raidl für die gute Zusammenarbeit.“

Einen besonderen Dank sprach Neubauer dem ausgeschiedenen SPÖ-Gemeinderat Helmut Novak aus. „Ich weiß, dass in deiner Brust ein sozialdemokratisches Herz schlägt. Wir werden nun weiterhin darauf schauen, dass die wichtigsten Werte der SPÖ, Solidarität und Gerechtigkeit, nicht in Vergessenheit geraten.“

ÖVP-Fraktionssprecher Nikolaus Stöckl gratulierte Bürgermeister Thomas Raidl zu 650 persönlichen Vorzugsstimmen. „Das einstimmige Ergebnis der Bürgermeisterwahl trägt diesem Vorzugsstimmenergebnis Rechnung“, meinte er.