Sonntagberg: Bach grüßte mit Cajon-Rhythmik. Walter Zambal, Martin Schedlbauer und uni-sono begeisterten beim Orgelmittag.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Juli 2021 (07:06)
440_0008_8125329_ybb28son_orgelmittag.jpg
Martin Schedl bauer-Zippusch (Cajon) und Walter Zambal (vorne, von links) mit dem Vokalensemble uni-sono mit seinem Leiter Micha Sengschmid (letzte Reihe, links) beim Orgelmittagkonzert am Sonntagberg.
Bubenik, Bubenik

Beim Orgelmittagkonzert am vergangenen Sonntag ließ Walter Zambal ganz neue Töne hören. Gemeinsam mit Martin Schedlbauer, der das Cajon spielte, ergaben die Werke Bachs ein interessantes, ungemein wirkungsvolles neues Klangerlebnis. Zusätzlich interpretierte das Vokalensem ble uni-sono unter Leiter Micha Sengschmid mit der gewohnten Perfektion und dem umwerfenden Wohllaut der Stimmen wunderbare Werke.

Das Konzert begann in wuchtigen Akkordschlägen der Orgel mit G. F. Händels Arie aus dem „Dettinger Te Deum“. Danach kam das Cajon dazu und verstärkte die Rhythmik. Bachs Musik erhielt so einen eigenen Schwung und eine Wirkung, die beim Publikum voll ankam. Diese Rhythmisierung Bach’scher Musik war auch im Präludium zu beobachten, weiters in der Invention und schließlich in der abschließenden Gavotte und Musette.

Bach und englisches Volkslied

Mit einem innigen Werk wurde des verstorbenen Organisators der Orgelmittagkonzerte Fritz Putzer gedacht. Bachs Choral „Befiel du deine Wege“ wurde vom Vokalensemble uni-sono modern umgesetzt, wodurch die Trauerarbeit verstärkt wurde. Dieses innige Gedenken wurde arrangiert von Micha Sengschmid. Berührend wurde das englisch-gälische Volkslied von M. McGlynn vorgetragen, rockig–rhythmisch das A-cappella-Stück „Viva la Vida“ der Band Coldplay.

Das Konzert war zu Ende, aber das zahlreiche Publikum erklatschte noch zwei Zugaben, die rhythmisch und klanglich auf das Konzert nochmals verwiesen.