Grandioses „Vorspiel“ im Klangraum Waidhofen. Mit einer Klaviermatinee eröffnete der Klangraum Waidhofen eine Konzertreihe.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:00)
Lugmayr
Intendant Thomas Bieber dankte der Pianistin Claire Huangci mit Blumen. Kulturstadträtin Nadja Koger und Bürgermeister Werner Krammer (v.l.) eröffneten mit Bieber gemeinsam den Klangraum Waidhofen. Lugmayr

Virtuosität auf höchstem Niveau bot der Klangraum Waidhofen in seiner Neuauflage 2019 bereits zum Auftakt am 12. Mai. Die amerikanische Ausnahmepianistin Claire Huangci, die in Waidhofen bereits im Klangraum 2017 mit Werken von Frédéric Chopin, John Corigliano, Sergej Rachmaninow und Claude Debussy begeistert hatte, kehrte mit Chopins Ballade Nr. 1 und Nocturnes in H-Dur und c-Moll in den Kristallsaal zurück.

Mit Franz Schuberts Impromptu und Johannes Brahms Ungarischen Tänzen spielte sie Spannung und Kraft im Sinne des Festivalthemas „Vorspiel“ leidenschaftlich aus.

Ganz in ihr Metier entführte sie das Publikum nach der Pause mit Präludien von Sergej Rachmaninow; eine gewaltige Inszenierung in grandioser Virtuosität, die die Gäste zu Standing Ovations von den Sesseln riss.

Dabei ist Claire Huangcis Prachtkonzert erst der Auftakt zum Vorspiel: Der Klangraum lädt bereits am kommenden Sonntag zum Konzert mit Weltstar Günther Groissböck und den Philharmonia Schrammeln, einer einzigartigen Konzertverbindung. Nur durch den Umstand, dass man das Konzert in Waidhofens größtem Konzertsaal, dem Schlosscenter, unterbringen konnte, gibt es nach wie vor Karten dafür.

Mit erotisch gewürzten Texten über das „Vorspiel“ von Bertold Brecht, Else Lasker-Schüler, Johann Wolfgang von Goethe bis Wolfgang Amadeus Mozart und Erich Fried warten Kammerschauspieler Martin Schwab und Schauspielerin Chris Pichler am Sonntag, 26. Mai, 18 Uhr, wieder im Kristallsaal auf; auf doppeltem Boden umspielt vom genial jungen wie weiblichen Vivid Consort. Sie singen und spielen von Sehnsucht, Erwartung und der Liebe selbst.

Gleich zweimal wird im Klangraum die alte Benefabrik Zell noch zur Bühne, bevor im Sommer der große Umbau startet: Der berühmte ungarische Cellist István Várdai bringt am Sonntag, 9. Juni, 18 Uhr, auf seinem auf einen Wert von acht Millionen Euro versicherten „Jacqueline Du Pré“-Stradivari-Cello Bachs sechs Cello-Solosuiten zu Gehör. Das Ensemble Amarcord Wien setzt am Mittwoch, 19. Juni, 19.30 Uhr, mit zauberhaften Préludes von Claude Debussy den Schlusspunkt unter das von Intendant Thomas Bieber ausgerichtete Festival. Mit Tangos von Carlos Gardel und dem Vorspiel zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“ umschiffen die Musiker den Liebestod und teilen das Chambre Separée in Richard Heubergers schmissiger Ouvertüre zur Operette „Der Opernball“.

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