Orgelmittagkonzert: Strahlendes Finale am Sonntagberg. Thomas, Eva und Elisabeth Schnabel sorgten beim Orgelmittag für würdigen Ausklang.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. September 2021 (06:55)
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Eva Schnabel (Violoncello), Elisabeth Schnabel (Sopran) und Thomas Schnabel (Orgel) (von links) begeisterten das Publikum beim letzten Orgelmittagkonzert in diesem Jahr in der Basilika am Sonntagberg.
Bubenik

Beim letzten Orgelmittagkonzert in der Basilika Sonntagberg am vergangenen Sonntag nahm Thomas Schnabel an der Christoph-Orgel Platz. Mit ihm musizierten Eva Schnabel am Violoncello und Sopranistin Elisabeth Schnabel.

In den Versetten und Fughetten des J. E. Eberlin zeigte Schnabel so richtig, welche Möglichkeiten die Orgel hat. Vom brausenden Pleno der gesamten Orgel bis hin zu den flotten, rhythmisch reizvollen Teilen des Werkes war da alles zu hören und Schnabels perfektes, turbulentes Spiel machte dieses Werk zu einem blendenden Beginn des Konzerts.

Dann erklang bei der Arie von G. F. Händel „Lass mich mit Tränen mein Los beklagen“ der klare, geschmeidige Sopran von Elisabeth Schnabel. Eine der berühmtesten und schönsten Arien von Händel wurde von der Solistin mit Spannung, herrlicher Modulation und vor allem mit ihrem jugendlichen glatten, makellosen Ton gesungen. Das war eine erhebende Wiedergabe mit Innigkeit und mit Temperament.

Es folgten abwechselnd Orgelwerke, dabei hervorstechend Thomas Schnabels Komposition in moderater Moderne „Im Gedenken an die Pfarre Zell“, ein Werk mit viel Abwechslung, lebhafter, großer und ungestümer Musik, und auch D. Buxtehudes leichtfüßig dahinperlende „Fuge C-Dur“, sowie das Lied „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven und das innige, gefühlvolle „Ave Maria“ von Heimo Freunthaller.

Der Organist zeigte sich von beträchtlicher technischer Versiertheit und einer blendenden Musikalität, und die Sopranistin legte alle Schönheit der Stimme in die Wiedergabe und Interpretation der Lieder. Auffallend dabei immer das jugendliche Timbre und die reine Geradlinigkeit der Stimme.

Den Schluss des Konzerts und der Konzertreihe dieser Saison bildete das effektvolle Stück „Sortie f-Moll“ von Léon Boëllmann. Mit voller Power drängte da Schnabel zum großen Schlussakkord. Nach einem lang anhaltenden Applaus sangen die zahlreichen Zuhörer als Dank für die erfolgreiche Saison „Großer Gott wir loben dich!“.