Filmzuckerl Waidhofen: Ein Liebesbrief an den Geist des Journalismus

Den Beginn des neuen Filmzuckerl-Jahrs macht im Jänner Wes Andersons starbesetztes Werk „The French Dispatch“.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 06:53
Lesezeit: 2 Min
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Arthur Howitzer jr. (Bill Murray) leitet die Zeitschrift „The French Dispatch“. Nach seinem Tod erscheint eine letzte Ausgabe, in der von malenden Mördern, leidenschaftlichen Revoluzzern und einer Entführung berichtet wird.
Foto: The Walt Disney Company

Auch in diesem Jahr wartet der Verein Filmzuckerl wieder mit einigen cineastischen Schmankerln für Kinofans auf. Als erster Film steht am 19. und 20. Jänner Wes Andersons „The French Dispatch“ (D/USA, 2021, 108 Minuten). auf dem Programm.

Zum Film: „The French Dispatch“ ist eine Zeitschrift, die ihren Sitz im fiktiven französischen Städtchen Ennui-sur-Blasé hat. Ins Leben gerufen wurde sie von Arthur Howitzer jr. (Bill Murray), der die Zeitschrift auch leitet und viele talentierte Mitarbeiter*innen beschäftigt – und auch ein paar, die kaum etwas beitragen. Als Howitzer jr. stirbt, wird das Magazin eingestellt – so steht es im Testament des Gründers. Doch zuerst wird noch die letzte Ausgabe gedruckt. In dieser lassen sich drei große Berichte finden. Im ersten berichtet Journalistin J.K.L. Berensen (Tilda Swinton) über den im Gefängnis sitzenden Mörder Moses Rosenthaler (Benicio Del Toro), der ganz begabt mit dem Pinsel ist, sich aber nur schwer zum Verkauf eines abstrakten Akt-Gemäldes an den Kunsthändler Julien Cadazio (Adrien Brody) überreden lässt. Im zweiten Bericht dreht sich alles um den jungen Revoluzzer Zeffirelli (Timothée Chalamet), der mit der Journalistin Lucinda Krementz (Frances McDormand) eine Affäre beginnt. Im letzten Bericht hätte es ursprünglich um den bekannten Koch Nescafier gehen sollen. Doch als der Sohn des Polizeipräsidenten (Mathieu Amalric) entführt wird, ändern sich die Pläne des Journalisten Roebuck Wright (Jeffrey Wright). Wes Andersons langersehnter neuer Film ist ein Liebesbrief an den Geist des Journalismus, wie immer starbesetzt und im unverkennbaren Stil des Regisseurs, der mit Filmen wie „Die Royal Tenenbaums“, „Moonrise Kingdom“ oder „Grand Budapest Hotel“ seinen ganz eigenen filmischen Kosmos erschaffen hat.

Der Verein Filmzuckerl zeigt „The French Dispatch“ am Mittwoch, 19. Jänner, um 20 Uhr und am Donnerstag, 20. Jänner, um 18 Uhr im Original mit Untertiteln in der Filmbühne Waidhofen.

Es wird großer Wert auf die Einhaltung der aktuellen Covid-19-Vorgaben gelegt. Aus jetziger Sicht ist für den Kino-Besuch ein 2G-Nachweis und ein Ausweis erforderlich. Außer beim Verzehr von Speisen und Getränken am Sitzplatz ist eine FFP2-Maske zu tragen.