Hollensteiner Bevölkerung war am Wort

Erstellt am 23. Juni 2022 | 04:23
Lesezeit: 3 Min
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Gemeinderat Bernhard Jagersberger, Gemeinderat Raimund Forstenlechner, Michaela Steineck, Regionalberaterin Irene Kerschbaumer, Vizebürgermeister Walter Holzknecht, Gemeinderätin Petra Mandl und Dorferneuerungsobmann Markus Huebmer (von links) bei der Präsentation der Fragebogenaktion.
Foto: NÖ.Regional
134 vollständig ausgefüllte Fragebögen: 70 Prozent mit Entwicklung der Gemeinde Hollenstein zufrieden bzw. eher zufrieden.
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Im Zuge der Landesaktion „Gemeinde21“ hat die Gemeinde Hollenstein ihre Bürgerinnen und Bürger mittels Fragebogen um ihre Meinung gebeten. 134 komplett und 88 teilausgefüllte Fragebögen kamen zurück. Das Ergebnis der Auswertung präsentierte NÖ.Regional-Beraterin Irene Kerschbaumer am vorvergangenen Samstag im Rathaussaal.

Von jenen, die an der Fragebogenaktion teilgenommen haben, fühlen sich 72 Prozent wohl in Hollenstein, 57 Prozent sind sogar stolz darauf, Bewohner der Gemeinde zu sein. Rund 70 Prozent sind mit der Entwicklung Hollensteins in den letzten fünf Jahren zufrieden oder eher zufrieden. Die Frage, ob Hollenstein eine Gemeinde mit Zukunft sei, haben 40 Prozent mit ja und 30 Prozent mit eher ja beantwortet. In den Fragebögen wurden auch vorhandene Angebote von den Bürgerinnen und Bürgern bewertet. Besonders positiv schnitten dabei die Kinderbetreuung, das Ferienprogramm „Äktsch’n rund ums Spitzhiatl“ und die Vereinsangebote ab. Auch mit der Rathaussanierung, der Entwicklung des Ybbstalradwegs, der Bibliothek oder der Trinkwasserversorgung ist man zufrieden.

Ihre Gemeinde schätzen die Hollensteinerinnen und Hollensteiner ganz besonders als Rückzugsort und für ihr vitales Dorfleben sowie den Zusammenhalt in den Vereinen.

Als wichtige Zukunftsthemen kristallisierten sich in der Umfrage die Pflege und Betreuung älterer Menschen, die ärztliche Versorgung, die Nahversorgung, das Arbeitsplätzeangebot in der Region, der öffentliche Verkehr, der Umwelt- und Klimaschutz sowie die Gastronomie heraus. Dass es keine öffentliche Tankstelle mehr gibt, schmerzt manche ebenso, wie ein fehlender Beachvolleyballplatz. Auch Kritik daran, dass Hollenstein ein „Zweitwohnsitz-Domizil“ sei, kam im Zuge der Befragung auf.

Wunsch nach mehr Miteinander in der Politik

Über die Aktivitäten und Veranstaltungen in der Gemeinde fühlen sich 42 Prozent ausreichend und 40 Prozent eher informiert. Die Gemeindezeitung hat für die Bürger mit 75 Prozent dabei die größte Bedeutung. Der Gemeindeverwaltung wurde von den Befragten Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft attestiert. In der Gemeindepolitik wünscht man sich jedoch eindeutig ein Miteinander und weniger Streitereien.

Als nächster Schritt werden nun die im Zuge der Umfrage geäußerten Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und Kernthemen mit Schwerpunkten herausgearbeitet. Danach soll bis Jahresende ein Leitbild für die Gemeinde erstellt werden. Die Umsetzung aller Projekte ist freilich aufgrund der finanziellen und zeitlichen Ressourcen nicht möglich.

„Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer. „Was mich sehr freut, ist, dass mehr als 70 Prozent mit der Entwicklung in der Gemeinde in den letzten fünf Jahren zufrieden sind. Ich freue mich schon auf viele gute Impulse, die wir setzen können.“

Für all jene, die den Fragebogen ausfüllten, bestand die Möglichkeit, Hollenstein-Gutscheine zu gewinnen. Margit Zebenholzer, Verena Grasberger und Hanni Reichlin-Meldegg waren die Gewinner.

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