Waidhofen: Ausheimische gesucht. Waidhofen möchte die Bindung mit Weggezogenen wieder auffrischen, um das Wachstum der Stadt zu forcieren.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 21. September 2016 (05:52)
Kössl
Günther Groissböck, Starsänger und Waidhofner „Ausheimischer“, mit Bürgermeister Werner Krammer (v.l.) bei der Projektvorstellung.

Die Stadt Waidhofen möchte sich verstärkt um ihre „Ausheimischen“ kümmern. Damit sind – angelehnt an den Begriff der Einheimischen – jene Personen gemeint, die in Waidhofen geboren wurden, hier gelebt und gearbeitet haben oder auch hier zur Schule gegangen sind, aber mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt woandershin verlegt haben. Diese „Ausheimischen“ ausfindig zu machen und mit ihnen in Kontakt zu treten, ist das Ziel des LEADER-Projekts „Da und Dort“, das die Stadt im Zuge ihrer derzeitigen Präsidentschaft des „Zukunftsorte“-Netzwerks nun umsetzen möchte.

Bindung der Weggezogenen

Vergangene Woche lud Bürgermeister Werner Krammer zur Projektvorstellung. „Das Motto der Stadtentwicklung lautet ‚Waidhofen muss wieder wachsen‘“, so der Stadtchef. „Dabei ist uns eine breite Bürgerbeteiligung wichtig. Wir wollen aber auch jene einbinden, die hier ihre Wurzeln haben, aus beruflichen oder privaten Gründen aber weggezogen sind.“

Die Bindung der Weggezogenen an den Heimatort gelte es aufzufrischen, damit sie vielleicht über kurz oder lang ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Waidhofen verlegen, so Krammer. Derzeit ist man dabei, einen Datensatz über die „Ausheimischen“ der Stadt zu erstellen. Danach möchte man mit ihnen in Kontakt treten und eine Projektbefragung durchführen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen am 24. und 25. November im Schloss Rothschild diskutiert werden.

Großes Treffen und Pop-up-Store

Ein großes Zusammentreffen mit den „Ausheimischen“ in der Heimat ist für das kommende Jahr ebenso angedacht, wie die Präsentation Waidhofens in der Ferne. So wird es im Frühjahr im Kommunalkonsulat im vierten Wiener Gemeindebezirk einen Pop-up-Store mit Produkten aus der Region geben. Unterstützung bekam Stadtchef Krammer bei der Projektpräsentation von einem prominenten „Ausheimischen“: Günther

Groissböck – gebürtiger Waidhofner und höchst erfolgreicher Opern- und Konzertsänger mit Engagements an den renommiertesten Häusern zwischen Wien, New York und Mailand. Er komme immer wieder gerne in seine Heimatstadt zurück, so der Starsänger, nicht nur um Konzerte zu geben, sondern auch um Familie und Freunde zu treffen und die Stadt zu genießen. „Waidhofen ist einfach bezaubernd“, so Groissböck.

„Es ist eine große Freude, wenn Personen wie Günther Groissböck als Botschafter Waidhofens die Qualitäten der Stadt in die Welt hinaustragen“, so Stadtchef Krammer.

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