Waidhofner Gemeinderat skeptisch bei Forststraße

Erstellt am 06. Juli 2022 | 04:34
Lesezeit: 2 Min
Gemeinderat
Symbolbild
Foto: shutterstock.com
Liste FUFU und FPÖ stimmen neuem Weg zur Holzbringung am Buchenberg im Bereich der Oberen Kapelle nicht zu.
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Äußerst harmonisch ist die Stimmung derzeit im Waidhofner Gemeinderat. Dennoch ging die Sitzung am Dienstag der Vorwoche nicht einstimmig über die Bühne. Die Liste FUFU und die FPÖ stimmten dagegen, als es da rum ging, eine neue 920 Meter lange Forststraße am Buchenberg im Bereich der Oberen Kapelle zu errichten. Kostenpunkt: 44.997 Euro.

Die Forststraße wird im Waldentwicklungskonzept, das die Universität für Bodenkultur (BOKU) 2021 für eine naturnahe Bewirtschaftung der Waidhofner Wälder erarbeitet hat, zur Holzbringung empfohlen. „Uns ist klar, dass diese Forststraße nicht zum Spaß gemacht wird und im Waldentwicklungskonzept enthalten ist“, hielt FUFU-Chef Martin Dowalil fest. „Dennoch geht hier wertvolle Biodiversität verloren.“ Die Liste FUFU präferiere deshalb eine schonendere Holzbringungsform, sagte Dowalil und verwies auf die Möglichkeit einer Holzbringung durch Pferde oder eine Seilbringung.

Die Durchforstung und Holzbringung sei, vor allem wegen des Eschensterbens, notwendig für die Sicherheit, sagte WVP-Fraktionssprecher Franz Sommer. Die Forststraße, die nun entstehen solle, werde auch nur für Traktoren und nicht für Lkw ausgelegt. Außerdem lasse man den Weg nachher wieder zuwachsen.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und deshalb auch die BOKU zu Rate gezogen“, meinte auch WVP-Vizebürgermeister Mario Wührer. „Wir setzen nur um, was von der BOKU vorgeschlagen wurde.“ Er verstehe aber Dowalils Sicht der Dinge, hielt Wührer fest. Natürlich müsse man bei der Waldbewirtschaftung nachhaltig vorgehen, aber eine forstwirtschaftliche Erschließung sei ebenso wichtig. Bei seinen Gemeinderatskollegen bedankte sich Wührer für die sachliche Diskussion.

Letztlich wurde die Errichtung der Forststraße von WVP, SPÖ und MFG beschlossen. Die Grünen waren bei der Sitzung nicht anwesend.

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