Steinreich zum Weltrekord. Kematen schaffte es schon 2007 in das Guinness-Buch der Rekorde. Man startet nun erneut den Versuch.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2021 (05:08)
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Amina Barton, Felix Günther, Doris Fangmeyer, Gemeinderat Gerwald Schattleitner, Roswitha Halbmayr und Bürgermeisterin Juliana Günther (Erwachsene, von links) sowie Leon Brandstetter, Christoph Mayrhofer, Sofia Zefi, Elias und Elena Ecker, David Himmelbauer und Jakob Siska (Kinder, von links) bemalen fleißig Steine für den Weltrekordversuch.
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Im Rahmen des Marktfests versucht Kematen einen Weltrekord. Man möchte die längste Kette an bemalten Steinen bilden. „Wir streben an, dass wir eine Steinkette von etwa zwei Kilometern schaffen“, sagt Gemeinderat Gerwald Schattleitner.

Wie man in das Guinness-Buch der Rekorde kommt, das weiß man in Kematen bereits. Am 2. September 2007 schaffte die Gemeinde die Aufnahme in das Guinness-Buch mit dem größten Finger-Malbild der Welt bereits einmal. „Damals waren etwa 350 Kinder beteiligt und das von Lehrer Hans Deutsch entwickelte Bild umfasste 2.025 Quadratmeter“, erinnert sich Bürgermeisterin Juliana Günther.

Schwierige Prozedur des Aneinanderreihens

Die von der Guinness-Jury verliehene Urkunde prangt bis heute in ihrem Bürgermeisterbüro. Auch damals war Schattleitner eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt gewesen. „Den bestehenden Rekord hält eine deutsche Gemeinde mit 1,7 Kilometern“, sagt Schattleitner.

Geht man von einem durchschnittlichen Steindurchmesser von acht Zentimetern aus, sind 25.000 bemalte Steine nötig, um die Strecke zu schaffen. Dass es gar nicht so einfach ist, die Steine Stück für Stück zu einer Schlange zu reihen, wissen die Rekordanwärter. „Wir werden bereits am Vortag den Großteil der Strecke legen und nur die Hausausfahrten frei lassen“, sagt Schattleitner. Die Lücken werden dann am Sonntag während des Marktfestes zur durchgehenden Schlange geschlossen.

Doch bis dahin gilt es noch eifrig zu malen. „Vereine, Pfadfinder sowie Schulen und Vereine aus den Nachbargemeinden haben angeboten, beim Malen mitzumachen“, sagt Günther.

Und tatsächlich stapeln sich bemalte Steine bereits kisten- und säckeweise in der Volksschule. „Es ist aber schwer abzuschätzen, wie viele, weil die Steine unterschiedlich groß sind. Indes ist man aber guten Mutes und es wird in der Volksschule auch während der Ferienbetreuung emsig gemalt.

„Wir schaffen das, weil wir Kematner einfach stark sind!“, sagt Volksschülerin Elena Ecker aus tiefster Überzeugung, greift zu ihrem Pinsel und macht sich über den nächsten Stein her.