Erstellt am 11. April 2018, 04:03

von Andreas Kössl

Wissenschaft am Campus. Von 13. April bis 6. Juli wird in der alten Bene-Fabrik auf der Zell, dem künftigen Zukunfts-Campus, zur interaktiven Mitmachausstellung „Wirkungswechsel“ geladen.

Friedrich Hartner und Simone Trost von der Zukunftsakademie Mostviertel, Bürgermeister Werner Krammer und Eisenstraße-Geschäftsführer Stefan Hackl (v.l.) laden zur Ausstellung „Wirkungswechsel“ in die alte Bene-Fabrik ein.  |  Magistrat

Ein Zukunfts-Campus soll am Areal der alten Bene-Fabrik im Waidhofner Ortsteil Zell entstehen. Unternehmen und Wohnungen sollen hier ebenso Platz finden wie ein gemeinschaftlich genutztes High-Tech-Labor, eine Werkstätte, die Polytechnische Schule Waidhofen und ein Schauraum. Zurzeit ist man daran, ein Raumkonzept zu erarbeiten und im Herbst soll dann ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden, damit die bauliche Umsetzung in Angriff genommen werden kann.

Schon jetzt wird der künftige Zukunfts-Campus aber von unterschiedlichen Veranstaltungen bespielt. Bereits im Vorjahr fand das Technologieforum der Zukunftsakademie Mostviertel hier statt. Im heurigen Sommer wird die „Oper rund um“, die im letzten Jahr im Schlosshof des Rothschildschlosses ihre Waidhofen-Premiere erlebte, in der ehemaligen Fabrikshalle über die Bühne gehen.

Bevor hier aber ab 26. Juli Mozarts „Don Giovanni“ in Szene gesetzt wird, kann man bis 6. Juli am alten Bene-Areal bei der interaktiven Mitmachausstellung „Wirkungswechsel“ des ScienceCenter-Netzwerks in die Welt der Wissenschaft eintauchen. „Auf dem Areal soll in absehbarer Zeit der Zukunfts-Campus entstehen“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. „Die Ausstellung ist nun ein erster Versuch, den Standort zu bespielen.“

„Mit der Ausstellung sollen junge Menschen dafür sensibilisiert werden, dass die Welt nicht einfach und geradlinig ist, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden muss“Werner Krammer

Adressat der Wissenschaftsausstellung sind Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren. Sie richtet sich vor allem an Schulklassen, es gibt aber auch drei Publikumstage, an denen die Ausstellung für alle offen steht. Die Besucher sind bei der Ausstellung aufgefordert, sich bei 20 verschiedenen Stationen aktiv auf die Suche nach den vielfältigen Wechselwirkungen von Natur, Technik und Alltag zu machen. Vier weitere Stationen wurden von der HTL Waidhofen und der Scheibbser Physikprofessorin Maria Schmid entwickelt. Initiiert und organisiert wurde die Ausstellung von der Zukunftsakademie Mostviertel gemeinsam mit der Stadt Waidhofen, umgesetzt wird sie im Rahmen des von der Europäischen Union und dem Land Niederösterreich kofinanzierten LEADER-Projekts „Zukunfts-Region Eisenstraße“.

Zukunftsakademie-Vorstand Friedrich Hartner und Bürgermeister Werner Krammer (v.l) haben die Ausstellung bereits einem ersten Praxistest unterzogen. An dieser Station mussten sie gemeinsam balancieren, um so eine Kugel in die Mitte des Labyrinths zu lenken.  |  Kössl

„Mit der Ausstellung sollen junge Menschen dafür sensibilisiert werden, dass die Welt nicht einfach und geradlinig ist, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden muss“, sagt Stadtchef Krammer. Ziel sei es, die Kinder mit Technik zu konfrontieren und sie für eine technische Ausbildung in der Region zu begeistern, meint Friedrich Hartner von der Zukunftsakademie Mostviertel. „Der Zukunfts-Campus soll ein Leuchtturm für die Region sein“, hält Eisenstraße-Geschäftsführer Stefan Hackl fest. „Mit der Ausstellung möchten wir ein Zeichen setzen, wie eine künftige Nutzung des Areals aussehen kann.“

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 13. April, um 18 Uhr im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ statt. Als prominenter Gast wird der renommierte Mathematiker und ÖVP-Nationalratsabgeordnete Rudolf Taschner einen Impulsvortrag halten. Unterstützung bekommt der „Wissenschaftler des Jahres 2004“ von Moderator Wolf Gruber, der die Welt der Wissenschaft kabarettistisch zu vermitteln versucht. Danach können die Exponate der Ausstellung gleich ausprobiert werden. Stärkung bietet eine Science-Bar. Der Eintritt ist frei.