Highway für Räder im vorderen Ybbstal geplant

Land NÖ möchte Radschnellweg zwischen Waidhofen und Amstetten forcieren.

Erstellt am 01. November 2020 | 05:58
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Mit einer Aktion machten Radaktivisten kürzlich in Böhlerwerk auf die Notwendigkeit eines sicheren Radweges durch Böhlerwerk aufmerksam. Das Land NÖ möchte nun einen Radschnellweg zwischen Amstetten und Waidhofen forcieren.
Foto: NOEN

Damit ab dem Jahr 2030 40 Prozent aller Wege in Niederösterreich mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, setzt das Land NÖ Maßnahmen zur Attraktivierung des Radverkehrs. In der Vorwoche kündigte Landesrat Ludwig Schleritzko neue Fördermodelle zur Realisierung von Radschnellwegen an und präsentierte eine Potenzialanalyse, in der elf geeignete Achsen für einen derartigen Rad-Highway ausgewiesen werden. Auch die Achse zwischen Waidhofen, Kematen und Amstetten wird genannt.

Radschnellwege seien das Rückgrat des Alltragsradwegenetzes in Niederösterreich und würden sich durch hohe Qualität, etwa im Hinblick auf Führungsform, Breite oder Längsneigung, auszeichnen, heißt es dazu auf Nachfrage aus dem Büro des Mobilitätslandesrats. Wo derartige Achsen Sinn machen, wurde vom Land von internen Experten und Verkehrsplanern erhoben. Dabei spielten die Ausbildungs- und Berufspendlerrelationen ebenso eine Rolle wie Weglängen, Topografie, Einkaufs- und Erledigungswege oder multimodale Wege.

Um den Ausbau eines solchen Rad-Highways müssen sich die Gemeinden selbst annehmen. 70 bis 80 Prozent der Investitionen übernimmt im Zuge der neuen Förderschiene das Land NÖ. Zusätzlich zu den finanziellen Mitteln werden die Gemeinden erstmals auch von der Planung des Projekts bis zur Förderabrechnung durch Experten des Landes sowie die Mobilitätsmanager der NÖ.Regional.GmbH aktiv begleitet.

Die Achse von Waidhofen über Kematen nach Amstetten wird in der Potenzialanalyse als Achse mit hohem Fahrradpotenzial ausgewiesen. Weil Pendlerwege, Weglängen und die Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln stimmen, wäre sie ideal für einen Radschnellweg. Planungsdetails zur Trassenführung wurden noch nicht erarbeitet.