Schwerer Vorwurf gegen jungen Syrer in Weyer

Erstellt am 18. Mai 2022 | 01:27
Lesezeit: 2 Min
Polizei Symbolbild
Symbolbild
Foto: Weingartner-Foto
15-jährige Ukrainerin beschuldigt 19-Jährigen, sie vergewaltigt zu haben. Zeugen widersprechen. Asylwerber bleibt auf freiem Fuß.
Werbung
Anzeige

Ein 15-jähriges Mädchen aus der Ukraine wirft einem 19-jährigen Asylwerber aus Syrien vor, sie in Weyer vergewaltigt zu haben. Das Mädchen war erst vor Kurzem mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern vor dem Krieg in der Ukraine nach Österreich geflüchtet. Am Donnerstag der Vorwoche erstattete sie gemeinsam mit ihrem Bruder bei der Polizei Anzeige gegen den 19-Jährigen. Er habe sie am Tag davor im leicht alkoholisierten Zustand an einem schwer einsehbaren Platz entlang einer Bahnböschung zum Geschlechtsverkehr gezwungen und an Hals und Gliedmaßen verletzt, lautet der Vorwurf. Die Polizei nahm den Burschen daraufhin fest. Aufgrund mangelhafter Beweislage wurde die Festnahme von der Staatsanwaltschaft Steyr jedoch wieder annulliert. Die Indizien hätten nicht ausgereicht, um die Festsetzung des Verdächtigen abzusegnen, gab die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Steyr am Wochenende gegenüber der APA an.

Am Montag gab die Staatsanwaltschaft Steyr bekannt, dass keine U-Haft für den 19-Jährigen beantragt werde. Laut Ermittlungsakte sei die Lage nicht eindeutig, erklärte ein Sprecher. Zwei Freundinnen des mutmaßlichen Opfers hätten die Situation anders geschildert. Demnach hätte das ukrainische Mädchen mit dem Verdächtigten beisammengesessen und Alkohol getrunken. Dabei sollen sich die 15-Jährige und der Bursche nähergekommen sein. Nach einer gewissen Zeit seien sie dann nach Aussagen der beiden anderen ukrainischen Mädchen verschwunden und nach 40 Minuten wieder gemeinsam zu ihnen zurückgekehrt. Sie hätten laut den Zeugen einen fröhlichen Eindruck gemacht.

Der Verdächtige wurde inzwischen in ein anderes, über 50 Kilometer von Weyer entferntes, Quartier verlegt.

Werbung