Hotelbetreiber Scheiblauer: „Faszination soll allen zugänglich werden“

Erstellt am 16. Februar 2022 | 05:46
Lesezeit: 3 Min
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Johannes Scheiblauer ist neuer Landesvorsitzender der ÖHV Niederösterreich. In seinen beiden eigenen Hotelbetrieben in Neuhofen (Bild) und Waidhofen unterstützt ihn seine Familie, vor allem seine Frau Christiane.
Foto: Brückner
Der Mostviertler Johannes Scheiblauer (54) übernimmt den Landesvorsitz der Österreichischen Hoteliervereinigung für Niederösterreich.
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 Seit 1998 betreiben Johannes und Christiane Scheiblauer das Relaxresort Kothmühle in Neuhofen, seit 2011 dazu auch das Schloss an der Eisenstraße in Waidhofen. Insgesamt beschäftigen sie in diesen beiden Betrieben rund 100 Mitarbeiter. Erst im Vorjahr übernahm Johannes Scheiblauer, der neben Magister der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auch einen Abschluss „Master of Business Administration“ der London Business School vorzuweisen hat, die Obmannschaft der Mostviertel Tourismus GmbH. In der Vorwoche wurde er für die nächsten drei Jahre auch zum neuen Landesvorsitzenden der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) Niederösterreich gewählt. Die NÖN bat Johannes Scheiblauer zum Interview.

Welche welche Aufgaben haben Sie in dieser Tätigkeit?
Johannes Scheiblauer:
Ich bin seit der Gründung vor über 20 Jahren bei der ÖHV engagiert und seit sieben Jahren im Aufsichtsrat. Zusätzlich war ich von 2011 bis 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrates des „Hogast“, einer Dienstleistungs- und Einkaufsorganisation für Hotellerie und Gastronomie, die Österreichische Betriebe in allen Bereichen unterstützt. Meine Aufgaben als Landesvorsitzender der ÖHV sind vor allem die Interessensvertretung der Niederösterreichischen Hotellerie in der Öffentlichkeit. Wir haben über 100 Mitgliedsbetriebe. Die Öffentlichkeitsvertretung beinhaltet auch die Kommunikation und Problemlösung mit politischen Entscheidungsträgern.

Was sind die größten Herausforderungen für Hotelbetreibende?
Scheiblauer:
Das ist sicherlich das Überwinden der Pandemie. Hier spreche ich für alle meine Kollegen. Wir freuen uns darauf, wenn wir unserer Leidenschaft nachgehen können und wieder das Wohl der Gäste im Fokus liegt. Auch am Arbeitsmarkt gilt es, einige Herausforderungen zu überwinden. Durch die Zunahme an Hotels und Gastronomiebetrieben und der steigenden Größe gibt es mehr Jobmöglichkeiten. Andererseits nimmt die Zahl an Jugendlichen, die eine Lehre machen wollen, ab. Die Vorteile, in der Gastronomie und Hotellerie eine Lehre zu beginnen, sind neben der fachlichen Ausbildung die Entwicklung der „soft skills“, also der persönlichen Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit und Persönlichkeitsbildung. Wir haben die Zeit genutzt, um Mitarbeiter zu schulen und Marketing zu betreiben. Ich hoffe, dass die Motivation für die Mitarbeiter und Hoteliers bestehen bleibt.

Wie sind all Ihre Tätigkeiten zu vereinbaren und was sind Ihre Hoffnungen und Wünsche für die kommende Zeit?
Scheiblauer:
Das schaffe ich vor allem mit der Hilfe meiner Familie. Meine Gattin ist für das Marketing und die Qualitätssicherung zuständig und meine Schwiegertochter übernimmt das Human Resource Management. Ab und zu brauche ich auch Tage für mich, wo ich in meiner Freizeit Hobbys nachgehe, wie Skifahren. Für die Zukunft hoffe ich, dass die Restriktionen und Einreiseverordnungen gemildert werden. Die Attraktivität und Faszination von Österreich soll wieder allen zugänglich gemacht werden.

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