Kampf um Stimmen bei der ÖVP. Mit Vorzugsstimmen möchte ÖVP-Mandatar Andreas Hanger Einzug ins Parlament zum zweiten Mal schaffen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 20. September 2017 (03:57)
Heribert Hudler
Bürgermeister Werner Krammer, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Innenminister Wolfgang Sobotka, Bürgermeisterin Juliana Günther, Biobäuerin Leopoldine Adelsberger, Unternehmer Thomas Welser, Bürgermeisterin Christine Dünwald und Bürgermeister Lukas Michlmayr (von links) stärkten ÖVP-Kandidaten Andreas Hanger für die Nationalratswahl den Rücken. Auf www.andreas-hanger.at hatten bis Redaktionsschluss bereits 638 Personen ihrer Unterstützung für den Ybbsitzer Ausdruck verliehen.

Seit 2013 ist Andreas Hanger für die ÖVP als Abgeordneter im Parlament vertreten. Am 15. Oktober tritt er erneut um ein Mandat an. Der 49-jährige Ybbsitzer geht im Regionalwahlkreis Mostviertel auf dem dritten Listenplatz ins Rennen. Bei der letzten Wahl kam die ÖVP auf zwei Wahlkreismandate, Hanger ist also auf Vorzugsstimmen angewiesen.

Am Freitag lud das Personenkomitee „Wir für Andreas Hanger“ deshalb in die Räumlichkeiten der Firma Knorr Bremse nach Kematen zum Wahlkampfauftakt. Familie, Freunde und Unterstützer – darunter zahlreiche ÖVP-Granden aus dem gesamten Mostviertel, allen voran Innenminister Wolfgang Sobotka – waren gekommen, um Amstettens ÖVP-Bezirksparteiobmann den Rücken zu stärken.

Moderiert vom Scheibbser Filmemacher Gerald Prüller und musikalisch umrahmt von der Gruppe Deram traten die Bürgermeister von Waidhofen, Scheibbs, Haag und Kematen sowie Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Unternehmer Thomas Welser und Biobäuerin Leopoldine Adelsberger in zwei Interviewrunden an, um die Qualitäten des Ybbsitzer Nationalratsabgeordneten hervorzustreichen.

Innovativer, engagierter Schnellkneißer

Einen „Schnellkneißer“ nannte ihn die Scheibbser Bürgermeisterin Christine Dünwald, „innovativ, aktiv und sehr engagiert“ Biobäuerin Adelsberger, Landtagsabgeordnete Hinterholzer würdigte sein „Bemühen um ein Miteinander“. Unternehmer Welser bezeichnete ihn als Triebfeder des geplanten Zukunfts-Campus in Waidhofen, Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr strich seinen Einsatz für eine flächendeckende Breitbandversorgung hervor und der Waidhofner Stadtchef Werner Krammer verwies darauf, dass die derzeitige Leader-Strategie ganz wesentlich die Handschrift von Hanger als Eisenstraße-Obmann trage. Lob kam auch von Innenminister Sobotka: „Er ist einer, der meint, was er sagt und das, was er sagt, auch tut.“ Sobotka mahnte aber auch zur Vorsicht und appellierte an den Einsatz der ÖVP-Funktionäre: „Gute Stimmung macht noch keine Stimmen. Es ist noch nicht gelaufen!“

Hanger bedankte sich für das viele Lob und ersuchte um breite Unterstützung für die Wahl: „Es erfüllt mich mit Demut und Stolz, dass ich für das Mostviertel arbeiten darf.“