Neues Hollensteiner Rathaus ist edel und funktionell. Die Gemeinde Hollenstein schuf in historischer Bausubstanz ein modernes Verwaltungszentrum und legte es barrierefrei und umweltfreundlich als Bürgerservicecenter an.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 15. November 2020 (05:47)
Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer lädt die Bevölkerung „sobald es wieder geht“ zu einem Tag der offenen Tür und schon zuvor zur Nutzung des Rathauses ein.
Gemeinde Hollenstein

Am Nationalfeiertag hätte das Rathaus nach dem Umbau im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt werden sollen. Wie so vielem machte Corona auch dem einen Strich durch die Rechnung. Dennoch übersiedelte inzwischen die Verwaltung aus ihrem Provisorium im Vereinshaus an ihren angestammten Platz.

„Konnten sparsam budgetierten Rahmen einhalten“

Der Umbau ist als freundliches und bürgerorientiertes Servicezentrum gelungen. In einer im gesamten behutsamen und in den Details dennoch mutigen Renovierung hat die Gemeinde es geschafft, den Bogen von der historischen Bausubstanz zu einem zukunftsfitten Kommunalzentrum zu spannen.

„Wir konnten den sparsam budgetierten Rahmen von zwei Millionen Euro einhalten, obwohl sich im Laufe des Umbaus überraschende Details ergeben haben, die Umplanungen, Adaptierungen und Neukonzeptionen stets in engem Kontakt mit dem Bundesdenkmalamt nötig machten“, sagt Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer. Nach einem stringent organisierten 17-monatigen Bauplan wurde ein Kommunalzentrum im Herzen des Ortes realisiert.

Bei der Umsetzung wurde nicht nur vorbildlich auf Barrierefreiheit (etwa mit einer Gehörlosenanlage) und Klarheit in der architektonischen Sprache geachtet, sondern auch mittels neun Tiefbohrungen das Energiekonzept umweltfreundlich und ambitioniert ausgelegt.

Die Renovierung besteht auch im historischen Kontext des Hauses und lebt aus der Liebe zum Detail. In Summe: Eine Renovierung, architektonisch und nutzungstechnisch auf Höhe der Zeit, die aus historischen Zitaten ihren Charme bezieht.