Opponitz: Abschied von Jack Feuerstein. Besitzer des Schlosses Seeburg und Förderer der Gemeinde am 2. Jänner verstorben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Januar 2021 (06:06)
Jack Feuerstein verstarb am 2. Jänner im 90. Lebensjahr.
NOEN (Verstorbener) bzw. Romanovska Liudmyla/Shutterstock.com (Hintergrund)

Am 2. Jänner verstarb der Opponitzer Jakob Feuerstein im 90. Lebenjahr. Jakob „Jack“ Feurstein wurde am 21. 04. 1931 als zehntes von elf Kindern im Bergdorf Au-Rehmen im Bregenzerwald geboren. In Bregenz absolvierte er die Handelsschule, um das Spar-Geschäft seiner Eltern weiterführen zu können. Dies tat er bis zum Jahr 1957, als er seine Frau Angelika kennenlernte.

Das frischvermählte Paar beschloss, nach Amerika auszuwandern und sich eine Existenz in ihrer Lieblingsstadt Chicago aufzubauen. Mit Fleiß, Ausdauer und einem guten „Riecher“ für Geschäfte gelang dies. 1970 kaufte das Ehepaar Feuerstein das „Schloss Seeburg“ in Opponitz, das sie über viele Jahre in mühevoller und kostenintensiver Arbeit restaurierten. Heute ist dieser Fachwerkbau mit seiner Parkanlage ein bauliches Juwel.

Lange Zeit pendelte das Paar zwischen den USA und Österreich, 1984 übersiedelte es ganz nach Opponitz. In der Dorfgemeinschaft fühlten sich Angelika und Jack Feuerstein sehr wohl. Auf die jährlichen Reisen nach Chicago und die wunderschöne Farm in St. Louis nahmen sie gerne Freunde aus Opponitz mit.

Jack Feuerstein verstarb am 2. Jänner im 90. Lebensjahr.
NOEN

1999 adoptierte das Paar den damals zehnjährigen Mario, der in der Opponitzer Dorfgemeinschaft sogleich gut aufgenommen wurde. Jack und Angelika unterstützten den Sportverein, den Musikverein und die Freiwillige Feuerwehr Opponitz. Über 20 Jahre war Jack Feuerstein außerdem Mitglied beim Opponitzer Seniorenbund.

Am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde nahm das Paar gerne teil. Beim traditionellen Wunschkonzert des Musikvereins wurde auf Wunsch von Jack Feuerstein oftmals der Radezkymarsch zum Besten gegeben und ein Glas Whiskey auf einen gelungenen Abend getrunken.

Ein harter Schicksalsschlag ereilte das Ehepaar 2008, als Sohn Mario bei einem Verkehrsunfall in Amerika tödlich verunglückte. Jack Feuerstein unterstützte und engagierte sich auch in der Pfarre Opponitz. Von 2002 bis 2017 war er Mitglied des Pfarrgemeinderats und von 2010 bis 2017 Mitglied des Pfarrkirchenrats. Unvergesslich sind den Ministranten die alljährlichen Ausflüge zu McDonalds. Die Opponitzer Dorfgemeinschaft wird Jack Feuerstein sehr vermissen.