Waidhofen/Ybbs: Ehrenbürger Franz Forster verstorben. Ehrenbürger starb am 21. Mai. Ein innovativer Wirtschaftskapitän und Förderer.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 02. Juni 2021 (05:41)
Franz Forster, wie ihn Waidhofen und die Wirtschaftswelt kannten: zielstrebig, freundlich, kompetent.
Bestattung Aigner, Bestattung Aigner

Der Gründer der international operierenden Forsterwerke, Kommerzialrat Ingenieur Franz Forster, verstarb am Freitag, 21. Mai, im 86. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit, welche er mit unendlicher Geduld und bewundernswertem Lebenswillen bis zuletzt ertragen hat.

Einer seiner großen öffentlichen Auftritte war es gewesen, als ihm die Stadt Waidhofen 2004 die Ehrenbürgerschaft verliehen und ihn damit als Indus triepionier und Förderer der Stadt geehrt hatte.

Treibende Kraft im Wirtschaftsleben von Waidhofen

Franz Forster hatte das Waidhofner Wirtschaftsleben der Sechziger- und Siebzigerjahre geprägt wie kein anderer. Forster hatte seinen Betrieb 1956 in Form einer Einzelfirma in Waidhofen gegründet, in dem vorerst Prägeschilder im Werk Hammergasse erzeugt wurden. In den folgenden Jahrzehnten baute Forster den Betrieb zu einem international operierenden Unternehmen auf Produktionsflächen von über 50.000 Quadratmetern aus.

Heute steht die Forster Gruppe mit Forster Verkehrs- und Werbetechnik, Forster Metallbau und Forster Industrietechnik für eine Vielzahl an innovativen Produkten und bietet ausgereifte Lösungen in den Bereichen Verkehrstechnik, Regalsysteme, Lärmschutz, Werbetechnik, Objektbeschilderung und Industrieller Siebdruck.

Erfolgsgeschichte zur Forster Gruppe

Im Konzern eingegliederte Partnerbetriebe und Niederlassungen in Europa haben Forster zu einem Marktführer auf dem Gebiet innovativer Beschilderungs- und Leitsysteme sowie flexibler Regalsysteme gemacht, auf dessen Kompetenz Konzerne und internationale Leitbetriebe vertrauen. Franz Forster galt als Unternehmer mit großem Tatendrang und ausgesprochenem Durchsetzungsvermögen.

Er erfreute sich großer Anerkennung unter Österreichs Wirtschaftstreibenden. Er kannte alle seine Mitarbeiter persönlich, förderte sie in ihren Stärken, entwickelte sie in ihren Karrieren und fühlte sich mit ihnen freundschaftlich verbunden, schätzte sie als Mitglieder einer großen „Forster-Familie“ und genoss wirtschaftliche, technische und menschliche Autorität.

Ein Förderer des Sports und der Jugend

Als leidenschaftlicher Radfahrer und Skiläufer schlug Franz Forsters Herz für die Förderung des sportlichen Nachwuchses, als dessen engagierter Mentor er sich überregional einen Namen gemacht hat. Die Waidhofner Tennishalle, deren großzügiger Förderer er war, entstand aus seinem Impuls heraus. Der Aufbau der Forsteralm zum anerkannten Skigebiet ist auf seine Initiative zurückzuführen.

Die Stadt Waidhofen geht sehr sparsam mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde um. Im Laufe der Zweiten Republik waren es nur zehn Personen, die sich Ehrenbürger nennen durften.