Voten für Waidhofens Grün. Beim Internationalen Gartenpreis können NÖN-Leser bis 25. Oktober für das beste ökologische Grünraumprojekt abstimmen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:54)
Engleder/Fabian
Erst im Vorjahr wurde der Waidhofner Schillerpark umgestaltet. Pflegeleichte und robuste Pflanzen bieten dort sowohl einen Genuss für die Augen als auch ein Paradies für die Tier- und Insektenwelt.

Mit gleich zwei Projekten stellt sich die Stadt Waidhofen dem Wettbewerb „European Awards for Ecological Gardening“. Bei diesem Bewerb wird das beste ökologische Gemeindeprojekt Niederösterreichs gesucht und mit dem NÖN-Publikumspreis ausgezeichnet. Den Gewinner wählen dabei die NÖN-Leser: Diese können noch bis 25. Oktober online auf www.noen.at/naturimgarten für ihr favorisiertes Projekt abstimmen und der Gemeinde so zu einer Ortsreportage in der NÖN verhelfen.

Ökologische Pflege als Grundlage

Waidhofen stellt dem Publikum sowohl seine kommunalen Grünräume als auch die Initiative „kost.bares Waidhofen“ vor. Ob Parkanlage, Rabatte oder Kreisverkehr – kommunales Grün wird in Waidhofen ökologisch gepflegt und liebevoll gestaltet. Auf den Rabatten und Kreisverkehren im Stadtgebiet wurde Sommerflor zu Staudenbeeten mit neuwertigem Riesel des Winterdienstes als Mulchschicht umgewandelt. Um auch der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, werden die Restbestände von Stauden nicht entsorgt, sondern zwischengelagert und bei Bedarf an einer anderen Stelle wiederverwendet.

Die zwei größeren Parkanlagen der Stadt wurden erst in den letzten Jahren umgestaltet: 2016 wurde dem Schlossgarten ein neues Antlitz verliehen, im Vorjahr dem Schillerpark. In Letzterem wachsen, genauso wie auf Kleinflächen neben der Bundesstraße, pflegeleichte, kostengünstige und salzrobuste Pflanzen, die mit ihrer langen Blühzeit sowohl Menschen als auch die Tier- und Insektenwelt erfreuen.

Engleder/Herfert
Das „kost.bare Waidhofen“ bringt die Natur in die Stadt. Die Bevölkerung kann Obst, Gemüse und Kräuter anpflanzen, ernten und natürlich verkosten.

Auch die Schulen werden in Waidhofens Grünraumprojekte miteingebunden: Sie gestalteten gemeinsam mit der Stadt die Grünflächen neben Gehwegen und beschilderten die Projekte. Besonders das Bundesrealgymnasium arbeitet bei der Bewirtschaftung der kommunalen Grünflächen eng mit der Stadt zusammen: So bepflanzen und pflegen die Schüler eigenständig die Beete und Vorgärten der Schule und gehen gemeinsam mit dem Stadtgärtner Jan-Michael Fabian gegen Neophyten (eingeschleppte Pflanzenarten, die die heimische Pflanzenwelt gefährden) vor.

Innovatives Grün mitten in der Stadt

Doch nicht nur in der naturnahen Bewirtschaftung ihrer Grünflächen zeichnet sich die Stadt Waidhofen aus – auch mit innovativen Gartenprojekten will sie beim NÖN-Publikumsvoting punkten: Die Initiative „kost.bares Waidhofen“ bringt ein Stück Natur mitten in die Stadt und bietet kleine Gartenflächen für die Bevölkerung.

Als Herzstück dieses Projekts wurde der ehemalige Bürgermeistergarten – ein kleiner Park inmitten der Stadt – zu einem Bürgergarten umfunktioniert. Als Naschgarten für alle können dort Obst, Gemüse und Kräuter angepflanzt und geerntet werden. Gemeinsam mit Menschen des NÖ Pflege- und Förderzen trums kümmert sich Stadtgärtner Jan-Michael Fabian liebevoll um diesen Garten.

Doch der Bürgergarten ist nicht die einzige Grünoase, die im Rahmen dieser Initiative entstanden ist. Vor Kindergärten und Schulen wurden Gemüse- und Kräutertröge aufgestellt. In den Gemeinschaftsgärten auf der Zell und am Krautberg können von den Waidhofnern kleine Gartenparzellen gemietet und bewirtschaftet werden. Am Krautberg wurde außerdem ein Bienenlehrpfad installiert.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative „kost.bares Waidhofen“, um die Offenheit, Naturverbundenheit und Lebensqualität der Stadt zu verdeutlichen. Zur Bewusstseinsbildung und zur Sensibilisierung für ökologisches Gärtnern werden regelmäßig Gartenworkshops angeboten. Die Ernte aus den gemeinschaftlichen Grünflächen wird zu Stadtprodukten wie Apfelsaft, Bio-Erde, Marmelade oder Stadthonig verarbeitet.