Waidhofen/Ybbs: Schwarze Kuchl wird geöffnet

Erstellt am 18. Mai 2022 | 04:06
Lesezeit: 4 Min
440_0008_8357149_ybb20wai_schwarze_kuchl_c_dominik_stixe.jpg
Das Schwarzbach-Areal wurde zuletzt revitalisiert. Nun wird ein fixer Badetag überlegt. Die Vereine bekommen die Möglichkeit zum Ausschank.
Foto: Dominik Stixenberger
Fixer Badetag ab Juni angedacht. Vereine bekommen Möglichkeit zum Ausschank.
Werbung
Anzeige

Das Schwarzbach-Areal unterhalb des Rothschildschlosses wurde in den letzten Jahren zu einer Grünoase mitten in der Stadt umgestaltet. Die alte Schmiede mit der „Schwarzen Kuchl“ kann auch für Feiern jeglicher Art gebucht werden. Der Zutritt zum Areal ist derzeit allerdings nur zu den Öffnungszeiten des Tourismusbüros und über dieses möglich. Das soll sich nun ändern.

Bereits vergangenen Sommer forderte die Liste FUFU eine ständige Öffnung des Schwarzbach-Areals für die breite Bevölkerung und seine Bewerbung als innerstädtischen Badeplatz. Seitens der Bürgermeisterpartei WVP gab es dafür damals eine klare Absage. Aus Haftungs- und Sicherheitsgründen könne man das Areal nur zu den Öffnungszeiten des Tourismusbüros zugänglich machen, hieß es.

Nun möchte die Dreierkoalition aus WVP, SPÖ und Liste FUFU den Zugang zum Schwarzbach-Areal an einem fixen Tag in der Woche vom Schlosshof ebenso wie von der gegenüberliegenden Bachseite aus öffnen und das Areal ab 1. Juni auch als Badeplatz zur Verfügung stellen.

Dabei ist auch ein Imbissbetrieb angedacht. Dafür möchte die Stadt die Vereine mit an Bord holen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, die „Schwarze Kuchl“ während der Öffnungszeiten des Areals zu bespielen und hier auszuschenken. Wie das genau aussehen könnte, dazu ist für Mittwoch dieser Woche eine Informationsveranstaltung für die städtischen Vereine angesetzt.

Eine Möglichkeit wäre, die Zugänge zum Areal immer sonntags von 10 bis 18 Uhr zu öffnen, führt Bürgermeister Werner Krammer (WVP) aus. Ob man das Areal aber tatsächlich als Badeplatz bewerben solle, darüber zeigt sich der Stadtchef skeptisch. „Hier müssen wir uns noch die Haftungsthematik genau anschauen“, sagt er. Dabei gehe es auch um die Frage, ob man in einem solchen Fall nicht auch einen Badewart stellen müsste.

Vereine bekommen Stadtprodukte zum Verkauf

Den Vereinen möchte man jedenfalls anbieten, an einem derartigen Öffnungstag die Gastronomie vor Ort zu übernehmen und dafür Stadtprodukte zum Verkauf zur Verfügung zu stellen. So sollen die Waidhofner Vereine die Möglichkeit bekommen, sich ihre Vereinskasse etwas aufzubessern. In einem ersten Schritt gelte es nun aber einmal, die Details mit den Vereinen zu klären, hält Krammer fest.

FUFU-Chef Martin Dowalil freut das Entgegenkommen des Bürgermeisters. „Wir waren schon lange der Meinung, dass sich das Schwarzbach-Areal hervorragend als innerstädtischer Ybbsbadeplatz eignet, weil hier auch eine gewisse In frastruktur vorhanden ist“, sagt er und verweist neben der „Schwarzen Kuchl“ auch auf die vorhandene WC-Anlage. Als Vorbild nennt Dowalil das Strandbad Hollenstein. „Ich weiß das dort sehr zu schätzen, dass man nicht sein ganzes Zeugs an die Ybbs mitschleppen muss.“ Die Idee, dass sich die Vereine am Schwarzbach-Areal um die Gastronomie kümmern sollen, findet er gut. „Je breiter man das aufstellt, umso besser“, sagt Dowalil. Als Obmann des Vereins Förderband kann er sich auch vorstellen, hier selbst mit seinem Verein auszuschenken und eventuell sogar mit DJs das Areal zu beschallen. „Jetzt wollen wir uns aber mal die ersten Inputs von den Vereinen holen“, sagt auch Dowalil und hält fest: „Es freut mich, dass wir nun vom Bürgermeister ernst genommen werden und man uns bei vielen kleinen Dingen entgegenkommt.“

Werbung