Waidhofen/Ybbs: Fahrverbot wird noch ignoriert. Für Anrainer der Burgfriedstraße ist „Französische Einbahn“ eine Verkehrsentlastung.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 29. April 2021 (05:52)
Trotz „Einfahrt verboten“-Tafel und Hinweisschild fahren immer noch regelmäßig Autofahrer in die Burgfriedstraße ein.
Kössl, Kössl

Seit Mitte April gilt in der Burgfriedstraße auf der Zell eine „Französische Einbahn“. Seitdem dürfen Autofahrer vom Kirchenplatz nicht mehr in die Burgfriedstraße einfahren. Auch Anrainern ist die Zufahrt verwehrt.

Lediglich Radfahrer und Schulbusse sind von der Regelung ausgenommen. Innerhalb der Burgfriedstraße darf jedoch in beide Richtungen abgefahren werden. Mit dieser Verkehrsmaßnahme soll der Durchzugsverkehr auf der Zell reduziert werden.

Die Reaktionen auf die neue Regelung seien unterschiedlich, berichtet Bürgermeister Werner Krammer (WVP). Persönlich habe er jedoch wenig negative Rückmeldungen bekommen. Von den Anrainern werde die Verkehrsmaßnahme großteils goutiert. „Man kann hier natürlich, wie überall, geteilter Meinung sein“, sagt der Stadtchef. „Ich halte jedoch daran fest.“

Seitens der Anrainer gebe es große Zustimmung, berichtet SPÖ- Vizebürgermeister Armin Bahr, der selbst in der Burgfriedstraße wohnt. „Das Verkehrsaufkommen ist dadurch massiv nach unten gegangen. Die Nachbarn empfinden die Situation, soweit mir bekannt ist, als angenehm.“ Trotz Verbot fahren derzeit aber immer noch regelmäßig Autofahrer vom Kirchenplatz in die Burgfriedstraße ein.

„Vielleicht liegt es an der Anbringung der ‚Einfahrt verboten‘-Tafel“, mutmaßt der SPÖ-Chef. Indem sich diese rechts oberhalb der Einfahrt an der Mauer befinde, liege sie nicht im Blickfeld der Autofahrer.

„Es handelt sich hier natürlich auch um einen Gewöhnungseffekt“, sagt Bürgermeister Krammer. „Und manche Gewohnheiten sind schwer zu brechen.“ Die Polizei werde hier aber kontrollieren, hält der Stadtchef fest. „Vorerst wird nur ermahnt. Wenn es aber weiter Hartnäckige gibt, die sich nicht an die neue Regelung halten, wird es auch Strafen geben.“