„Urgestein“ der Feuerwehr Zell trat zurück. Josef Rauchegger, Kommandant der Feuerwehr Zell, übergab seine Funktion an Ulrich Kromoser. Auch Stellvertreter wurde neu gewählt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Januar 2021 (05:05)

Neues Jahr, neues Kommando: Bei ihrer Jahreshauptversammlung am 6. Jänner wählte die Freiwillige Feuerwehr Zell ihre Leitung neu. Der langjährige Kommandant Josef Rauchegger und sein Stellvertreter Leopold Fangmeyer legten ihre Funktionen zurück, um der nächsten Generation die Chance zu geben, ihre Ideen zu verwirklichen.

Rauchegger, der sich selbst humorvoll als ein „Relikt aus dem vergangenen Jahrtausend“ bezeichnete, übergab sein Amt an Ulrich Kromoser. Der 36-Jährige hatte zuvor bereits das Amt des Ausbildners in der Feuerwehr und im Abschnittsfeuerwehrkommando inne.

Als sein Stellvertreter und somit Nachfolger Fangmeyers wurde Erich Sattler gewählt. Sattler diente der Feuerwehr zuvor als Gruppenkommandant und als Sachbearbeiter Atemschutz.

„Wir freuen uns sehr auf die neuen Aufgaben“, sagt die neu gewählte Spitze der Feuerwehr Zell. „Dank dem alten Kommando befindet sich die Feuerwehr auf einem guten Weg, den wir weiter beschreiten wollen.“ Natürlich wollen Kromoser und Sattler auch ihre eigenen Innovationen erreichen, was aber keine großartigen Veränderungen bedeute.

71 Einsätze im Jahr 2020 geleistet

In seinem letzten Tätigkeitsbericht als Kommandant der Feuerwehr Zell blickte Josef Rauchegger auf ein sehr ereignisreiches Jahr 2020 zurück.

„Das vergangene Jahr war ein sehr außergewöhnliches. Durch die Pandemie war unsere Einsatztätigkeit eingeschränkt, es gab zum Beispiel fast keine Brandsicherheitswachen, technische Einsätze und auch das Reinigen von Tiefgaragen fiel weg“, sagt Rauchegger. „Dennoch konnte in der Feuerwehr einiges umgesetzt werden.“

Insgesamt standen 2020 317 Florianis 409 Stunden bei 71 Einsätzen im Dienst. Zusätzlich verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Zell im Vorjahr auch noch 302 Tätigkeiten, worunter etwa Dienstbesprechungen, Fahrzeugwartungen oder die Instandhaltung des Feuerwehrhauses zählen. Außerdem wurden noch 669 Stunden für 77 feuerwehrinterne Ausbildungen aufgebracht.

„Auch wenn die Kinderfeuerwehrstunden sowie die Ausbildung der Feuerwehrjugend hervorragend vorbereitet sind, haben wir im Speziellen bei der Basisausbildung unserer neu hinzugekommenen aktiven Mitglieder noch genügend Luft nach oben. Hier gibt es auf alle Fälle Handlungsbedarf, damit unsere neuen Mitglieder auch entsprechend auf die Einsätze vorbereitet sind“, sagt Rauchegger.

Bewerbe und Events fielen Corona zum Opfer

Der scheidende Kommandant bedauert sehr, dass es im vergangenen Jahr keine Bewerbstätigkeit gab. „Wir hätten gerne wieder eine Bewerbsgruppe für das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber aufgestellt“, sagt Rauchegger. „Vier Mitglieder waren sogar bereits in den Vorbereitungsschulungen für das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.“

Der Pandemie fielen im Vorjahr auch viele Veranstaltungen der Feuerwehr Zell zum Opfer. So musste etwa der traditionelle Frühschoppen abgesagt werden, „die Einnahmen konnten aber einigermaßen durch den NPO-Fonds der Bundesregierung kompensiert werden“, berichtet Rauchegger. Die Haussammlung wurde heuer in Briefform durchgeführt. „Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnten wir das Sammelergebnis des Jahres 2019 übertreffen“, freut sich der scheidende Kommandant. „Dennoch können wir unsere Hände nicht in den Schoß legen. Es sind immer wieder Nachbeschaffungen von Geräten sowie Investitionen bei der Instandhaltung des Feuerwehrhauses erforderlich“, sagt Rauchegger. Er schloss seinen Bericht mit großen Dankesworten an die Stadt, die anderen Einsatzorganisationen, die Kameraden der Feuerwehr Zell sowie an die anderen Feuerwehren des Abschnitts Waidhofen-Stadt. „Nur durch eine gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit kann der Einsatzerfolg entschieden gesteigert werden, was letztlich allen Geschädigten zugutekommt. Einer allein ist nicht die Feuerwehr und nur gemeinsam ist es möglich, dass wir unseren gesetzlichen Auftrag erfüllen können.“