Opponitzer Pfarrer geht in Pension. Pfarrer Leszek Salega soll Gemeinde zusätzlich zu Hollenstein und St. Georgen/Reith übernehmen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 19. Juni 2019 (06:23)
NÖN-Archiv
Der Opponitzer Pfarrer Alois Penzenauer wird mit Ende August in Pension gehen. Die Pfarre soll künftig von Hollenstein aus betreut werden.

Ab 1. September soll die Pfarre Opponitz von Hollenstein aus mitbetreut werden. Grund dafür ist die Pensionierung des Opponitzer Pfarrers Alois Penzenauer, der heuer im März seinen 75. Geburtstag feierte. Für ihn soll der Hollensteiner Pfarrer Leszek Salega übernehmen. Salega betreut derzeit die Pfarren Hollenstein und St. Georgen/Reith. Mit Opponitz würde er nun eine dritte Pfarrgemeinde dazubekommen.

Am Sonntag informierte der Waidhofner Stadtpfarrer Dechant Herbert Döller, zu dessen Dekanat die drei Pfarren gehören, bei der Sonntagsmesse in Opponitz die Pfarrgemeinde über die bevorstehende Änderung. „Pfarrer Alois Penzenauer wird mit 31. August in Pension gehen. Es ist vorgesehen, dass die Pfarre künftig vom Pfarrer von Hollenstein und St. Georgen/Reith mitbetreut wird.“

„Wichtig ist, dass es hier eine gute Abstimmung gibt, damit das Pfarrleben und damit auch das Gemeindeleben weiter gut funktionieren.“Bürgermeister Johann Lueger

Welche Auswirkungen diese Änderung für die drei Gemeinden im Detail mit sich bringt, kann Döller noch nicht sagen. „Wir werden sicher eine Lösung finden, wie die drei Pfarren von einem Pfarrer sinnvoll versorgt werden können.“ Dazu werde er am Freitag ein Gespräch mit Pfarrer Salega, den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der drei Gemeinden sowie der Regionalbegleiterin der Diözese St. Pölten für das Mostviertel West, Michaela Lugmaier, führen, kündigt der Dechant an. Fest steht, dass es zu Änderungen bei den Beginnzeiten der Sonntagsgottesdienste kommen wird. In Hollenstein beginnt der Gottesdienst derzeit um 8 Uhr, in St. Georgen/Reith um 9.30 Uhr. In Opponitz wird die heilige Messe um 9 Uhr zelebriert.

„Für uns in Opponitz ist das natürlich eine neue Situation, wenn wir keinen eigenen Pfarrer mehr haben“, sagt Bürgermeister Johann Lueger. „Wichtig ist, dass es hier eine gute Abstimmung gibt, damit das Pfarrleben und damit auch das Gemeindeleben weiter gut funktionieren.“ Der Pfarrer sei ja auch für das Vereinsleben in der Gemeinde ganz zentral, gibt der Ortschef zu bedenken. „Gut wäre, wenn sich nicht allzu viel ändern würde. Als Gemeinde haben wir da aber keinen Einfluss und müssen das Beste daraus machen.“

Große Feier zum Abschied

Nicht glücklich über seine Pensionierung gibt sich Pfarrer Alois Penzenauer. Das übliche Pensionsalter bei Priestern liegt jedoch bei 75 Jahren. „Wenn ein Pfarrer für drei Pfarren zuständig ist, ist das gar nicht lustig“, sagt Penzenauer. „Aber, wenn der Chef das so bestimmt, halte ich mich da raus.“

Wichtig sei ihm, dass er weiterhin in Opponitz bleiben könne. Man sei dabei, hier eine Lösung zu finden, sagt Dechant Döller und hält fest: „Der Abschied von Alois Penzenauer als Pfarrer sowie sein 50-jähriges Priesterjubiläum werden im September in Opponitz sicher mit einer großen Feier begangen.“

Der Hollensteiner Pfarrer Leszek Salega wollte sich zu der geplanten Änderung nicht äußern. Bis jetzt habe er noch keinen Brief vom Bischof bekommen.

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