Dorfgespräche: Visionen für die Gemeinde. Gemeinsam mit NÖ.Regional erarbeitete die Opponitzer Bevölkerung Ideen für die Entwicklung des Ortes in den nächsten Jahren. Klimaschutz als besonders wichtiges Thema.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 07. Dezember 2017 (04:19)
Lisa Hofbauer
Regionalberaterin Birgit Weichinger, Amtsleiterin Tatjana Stangl, Regionalberater Johannes Haselsteiner, Bürgermeister Johann Lueger, Dorferneuerungsvereinsobmann Gerald Felber und Vizebürgermeister Ernst Steinauer (v.l.) „fischten“ gemeinsam mit der Bevölkerung nach Zukunftsideen für die Gemeinde Opponitz.

„Opponitz, das bunte, vielfältige Fahrrad- und Fischerdorf als Lebensmittelpunkt für Jung und Alt, das fortschrittlich und zukunftssicher handelt und denkt, dabei aber bodenständig und regional verankert bleibt“ – so lassen sich die Leitgedanken, die die Opponitzer Bevölkerung bei den Dorfgesprächen gemeinsam ausgearbeitet hat, zusammenfassen.

An insgesamt zwei Terminen entwarfen die Opponitzer gemeinsam Strategien für das Opponitz der Zukunft. Die vier großen Themenblöcke, die dabei zur Sprache kamen, waren Leben und Wohnen in Opponitz, die Nahversorgung, Freizeit und Radwege sowie der Status der Gemeinde als Fischerdorf. In einem ausführlichen Prozess, angeleitet von Birgit Weichinger und Johannes Haselsteiner von der NÖ.Regional.GmbH, brachten die Anwesenden ihre Anliegen vor und erarbeiteten Zukunftsvisionen.

In einem Ideenfindungsprozess wurden dabei in kleinen Gruppen die Ziele, die im Leitbild 2007 festgehalten wurden, überarbeitet und diskutiert. Jede Gruppe konnte dabei Vorschläge für die nächsten vier Jahre einbringen. Konkrete Ideen, die dabei von der Bevölkerung eingebracht wurden, waren etwa eine elektronische Anzeigetafel im Ortsgebiet, die auf einen Blick über Neuigkeiten in der Gemeinde informieren sollen, oder eine Opponitz-App. Auch die Kultur wurde als wesentlicher Faktor der 1.000-Seelen-Gemeinde definiert.

Leitbild soll ab 2018 umgesetzt werden

Um die junge Bevölkerung im Ort zu halten, will man sie vor allem in Vereine einbinden und den Ortskern als „pulsierendes Zentrum“ etablieren. Ein Veranstaltungsraum, ein Bauernmarkt, ein „Tratschcafé“, Ferienwohnungen, ein Naturspielplatz, beleuchtete Wanderwege und ein Jugendtreff waren nur einige der weiteren Ideen, die zur Sprache kamen.

Besonderen Anklang fand der Gedanke, Opponitz als „Ökodorf“, das Nachhaltigkeit lebt und fördert, zu etablieren. „Bei allem was wir tun, sollen wir an den Klimaschutz denken“, lautete der Tenor der Anwesenden.

Anlass der Dorfgespräche war der Wiedereinstieg Opponitz in die NÖ Dorf- und Stadterneuerung. Das im Plenum erarbeitete Leitbild wird am 12. Dezember vom Gemeinderat beschlossen und dann ab kommendem Jahr Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt.