Keine 1.500 Euro für die Forsteralm. Crowdfunding-Beitrag für Skigebiet nach Einwänden von Tagesordnung genommen.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 12. Juli 2017 (03:00)
Kössl
FPÖ-Mandatar Alexander Schnabel übt heftige Kritik an der ÖVP-nahen Liste „WIR für Opponitz“. Bürgermeister Johann Lueger kann die Kritik nicht nachvollziehen und fordert Solidarität ein.

Ein Crowdfunding-Beitrag für die Forsteralm in der Höhe von 1.500 Euro sollte am Dienstag der Vorwoche im Opponitzer Gemeinderat beschlossen werden. Dazu kam es jedoch nicht. Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde der Punkt einstimmig von der Tagesordnung genommen. Dem vorausgegangen war eine Diskussion, im Zuge derer das Vorhaben, als Abgangsgemeinde das Skigebiet finanziell zu unterstützen, von Mandataren aller Fraktionen infrage gestellt worden war.

FPÖ-Gemeinderat Alexander Schnabel spricht nun in einer Aussendung von einem „autokraten Alleingang der ‚WIR für Opponitz‘“. Die ÖVP-nahe Liste von Bürgermeister Johann Lueger habe hier eine Subvention als „Scheintagesordnungspunkt durchpeitschen wollen“. Schnabel spricht sich generell gegen die Erzeugung von „Kunstschnee“ aus und bekrittelt, dass die Gemeinde noch vor der Behandlung im Gemeinderat auf der Crowdfunding-Plattform als Unterstützer der Forsteralm aufschien. Mittlerweile ist die Gemeinde von der Unterstützerliste wieder verschwunden. „Für so eine linke Aktion bin ich nicht einmal bereit, einen Cent zu spenden“, so Schnabel.

Lueger: "Geht um Solidarität innerhalb der Region"

Bürgermeister Johann Lueger kann die Aufregung nicht nachvollziehen. „Es sind hier Fragen aufgetaucht, die noch besprochen werden. Deshalb wurde der Punkt von der Tagesordnung genommen.“ Geht es nach dem Ortschef, so soll über den Gemeindebeitrag für die Forsteralm in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen abgestimmt werden. „Hier geht um Solidarität innerhalb der Region. Man kann nicht immer nur nehmen, sondern muss auch geben. Manche haben das leider noch immer nicht verstanden.“ Der FPÖ gehe es offensichtlich nur um Oppositionspolitik, so Lueger.