Kreativpreis für Turm beim WKNÖ-Bewerb. Hermann Hofbauer schaffte es mit Schulungsturm unter die besten Fünf.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 29. April 2019 (06:42)
Josef Bollwein
Der Spartenobmann „Gewerbe und Handwerk“ der WKNÖ Wolfgang Ecker, Hermann Kalenda (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG) und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl (v.l.) gratulierten Hermann Hofbauer (2.v.r.) zu seiner Auszeichnung.

Zu den besten Fünf niederösterreichweit kann sich der Opponitzer Hermann Hofbauer zählen: Beim Wettbewerb „kreativ in die Zukunft“ der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) schaffte es Hofbauer mit seinem mobilen Trainings- und Ausbildungsturm unter 107 Projekteinreichungen ins Finale. In fünf Kategorien wurden jeweils vier bis fünf Projekte nominiert. Hermann Hofbauer kam in der Kategorie „Produktentwicklung und Dienstleistung“ unter die besten Fünf.

Das Projekt, das vom Opponitzer Unternehmer eingereicht wurde, ist ein Schulungsturm, der von Firmen dazu eingesetzt werden kann, mit ihren Mitarbeitern Einsätze in luftigen Höhen zu üben. „Unternehmen wie Dachdecker- oder Zimmererfirmen sowie Blaulichtorganisationen können so ihr Personal schulen“, erklärt Hofbauer.

Hermann Hofbauer
Der bis zu 7,7 Meter hohe Schulungsturm bietet Firmen die Möglichkeit, Einsätze in luftigen Höhen zu üben.

Vorher nur zwei mobile Systeme europaweit

Die Idee zum Schulungsturm kam Hofbauer durch Kundenanfragen. Mitarbeiterunterweisungen in Schulungszentren sind für die Firmen meist mit hohen Kosten und hohem Zeitaufwand verbunden, weswegen der Wunsch nach einem mobilen System laut wurde. „In Europa waren nur zwei mobile Systeme bekannt, die allerdings beide für Tagesschulungen unbrauchbar waren, da der Aufbau so zeitaufwendig ist“, erklärt Hermann Hofbauer, der daraufhin in enger Zusammenarbeit mit regionalen Firmen seinen eigenen Schulungsturm entwarf. Der so entwickelte Turm ist 5,7 bis 7,7 Meter hoch (je nachdem, wie viele Etagen aufgebaut werden) und in drei bzw. vier Ebenen unterteilt. „Der Turm ist schnell aufgebaut und bietet Platz für acht Schulungsteilnehmer und zwei Trainer“, sagt Hofbauer.

Know-how zur Entwicklung eines derartigen Turms kann der Opponitzer einiges aufweisen: Mehr als 20 Jahre sammelte Hofbauer Erfahrung mit Arbeiten in hohen Höhen: 1999 wechselte der gelernte Maschinenschlosser und Betriebselek-
triker in die Film- und Fernsehbranche, wo er die Seilbahnkamera Camcat montierte und bediente. Bis heute führen ihn seine Einsätze rund um den Globus. Mit seiner eigenen Firma „Hofbauer – Höhensicherung mit System“, mit der er 2018/2019 auch den Schulungsturm entwarf, baute sich Hofbauer ein zweites Standbein auf.

Und dass dies die richtige Entscheidung war, zeigt die Auszeichnung der WKNÖ. „Kreativ, innovativ und tatkräftig“, lobte Präsidentin Sonja Zwazl das Projekt bei der Preisverleihung.