Im Mostviertel: Probleme in Schulen bleiben

Erstellt am 29. Juni 2022 | 03:47
Lesezeit: 3 Min
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Schulqualitätsmanager Josef Hörndler sieht weiterhin große Belastungen für Schulen.
Foto: Lugmayr
Die Personallage in den Schulen bleibt angespannt. 126 Junglehrer kommen.
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Das Schulsystem ist einigermaßen zur Normalität zurückgekehrt, das heißt aber für die Schulen noch lange nicht „Business as usual“. Das konstatiert der Leiter der Außenstelle der Bildungsdirektion in Waidhofen Josef Hörndler. „Es waren zwei fordernde Jahre und es war für den Betrieb und die Jugendlichen wahnsinnig wichtig, dass wieder einigermaßen Normalität eingekehrt ist“, sagt Hörndler. Es habe sich in vergangenen Monaten gezeigt, wie wichtig Schulveranstaltungen, Sport- und Projektwochen, gemeinsame Wandertage und Ausflüge, bunte Abende, Musik und Theater seien.

Entwarnung, was die psychische Belastung von Kindern angeht, kann Hörndler nicht geben. „Die Probleme bleiben. Obwohl wir das Angebot der Schulpsychologie ausgebaut und den Einsatz der Diversitätsmanagerinnen verstärkt haben, ist der Bedarf an psychotherapeutischer Unterstützung enorm und das Personal ist gefordert“, sagt Hörndler.

Wo ebenfalls große Belastung herrscht, ist im Lehrerbereich. „Die Pädagogen sind vielfach durch Überstunden, Supplierungen für ausgefallene Kollegen und den gestiegenen administrativen Aufwand ausgepowert“, sagt Hörndler.

Die kommenden Ferien seinen für das Personal wichtiger denn je. Zumindest in den Direktionen ist etwas Ruhe eingekehrt, was den Generationswechsel angeht. „Im Vorjahr sind viele neue Leitungen installiert worden“, sagt Hörndler.

Heuer findet im Bezirk an der Mittelschule Haidershofen, wo Sieglinde Faschinger mit der Leitung betraut wird und Elmar Nowak in Pension geht, eine Änderung in der Direktion statt. Direktorin Marianne Ritter verlässt die PTS Amstetten, ihre Stelle ist bereits ausgeschrieben. In St. Georgen/Klaus geht Franz Aigner in Pension. Gertraud Wagner wird die Leitung der Schule zusätzlich zur Leitung der Volksschulen Windhag und Konradsheim übernehmen.

„Obwohl wir in der Bildungsregion 126 Lehrer neu anstellen, ist die Lage beim Personal weiter angespannt“, so Hörndler. Denn die meisten der jungen Kollegen arbeiten nur Teilzeit, um ihre Masterarbeit abschließen zu können. Für 2022/23 hofft Hörndler auf ein „einigermaßen normales Jahr“.

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