40 Unterschriften für sichere Kreuzung in Waidhofen/Ybbs

Anrainer fordern Maßnahmen gegen Raser im Kreuzungsbereich Arzbergstraße/Vorgartenstraße, um Kindern sicheren Schulweg zu gewährleisten.

Erstellt am 24. November 2021 | 03:59

Jeden Morgen um 7.20 Uhr setzt sich an den Schultagen in der Feldstraße im Ortsteil Zell ein Pedibus in Bewegung. Bei diesem „Bus auf Füßen“ steigen die Kinder wie bei einem richtigen Bus entlang einer Route zu fixen Zeiten an Haltestellen zu, um dann gemeinsam zur Schule zu gehen. Mit dem Zeller Pedibus marschieren allmorgendlich sechs Kinder vom Grabnerbauer weg selbstständig über die Feldstraße, die Vorgartenstraße, die Sergius-Pauser-Straße, die Zuberstraße und die Moysesstraße zur Volksschule Zell.

Sorgen bereitet den Eltern jedoch die Kreuzung der Feld- bzw. der Vorgarten- mit der Arzbergstraße. Immer wieder kommt es dort zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr, weil sich Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Tempo-30-Beschränkung halten. Wie die NÖN berichtete, plädieren Anrainer schon länger für eine Entschärfung des Kreuzungsbereichs.

Bauliche Maßnahme oder fixe Radarbox

Gewünscht wird eine Erhöhung, um das Tempo der Autofahrer zu drosseln, wie das im Kreuzungsbereich der Durstgasse mit der Plenkerstraße der Fall ist. Dem erteilte Bürgermeister Werner Krammer (WVP) zu Schulbeginn jedoch eine Absage und stellte stattdessen eine Haifischzähne-Bodenmarkierung in Aussicht. Ein Zebrastreifen sei nicht möglich, weil die Frequenz zu gering sei, ergänzte der Stadtchef und kündigte an, den Bereich im Auge behalten und – wenn notwendig – weitere Maßnahmen setzen zu wollen.

Bis dato wurden jedoch noch keine Haifischzähne aufgemalt und auch die Tempo-30-Anzeige, die am Schulanfang noch vor dem Kreuzungsbereich positioniert war, ist wieder verschwunden.

Um der Forderung nach einer Entschärfung der Kreuzung Nachdruck zu verleihen hat Anrainer Leo Fischhuber eine Petition ins Leben gerufen. An die 40 Familien haben diese unterzeichnet. Am Freitag übergab sie der Familienvater an Stadtchef Krammer. „Diese Kreuzung ist für Kinder gemeingefährlich. Ohne bauliche Maßnahme oder eine fixe Radarbox wird man das nicht in den Griff bekommen“, sagte Fischhuber. „Muss denn erst etwas passieren, bevor man hier tätig wird?“

Man müsse sich hier auf die Meinung des Verkehrssachverständigen verlassen, antwortete der Bürgermeister, versprach aber, sich der Problematik anzunehmen. Dafür wurde eine gemeinsame Begehung nach dem aktuellen Lockdown vereinbart. Dabei sollen der gesamte Schulweg abgegangen und Verbesserungsmaßnahmen besprochen werden.