Ein rollendes Hotel für Radtouristen in Ybbsitz?. Josef Lueger moderierte die Ideenfindung für Nutzung des Bahnhofs. Ein Masterplan sieht Jugendraum und Radhotel vor.

Erstellt am 21. Oktober 2017 (05:00)
NÖN
Josef Lueger (l.) präsentierte im Feuerwehrhaus Anrainern und dem Bürgermeister Josef Hofmarcher (2.v.l.) einen Masterplan, der die Ideen der Workshopteilnehmer bündelt und Möglichkeiten kreativ ausloten will.

Es ist vorerst nur ein Masterplan, den Josef Lueger aus den Ideen mehrerer Workshops zum Schicksal des ehemaligen Ybbsitzer Bahnhofs am Donnerstag Anrainern im Feuerwehrhaus präsentierte. „Hier werden Ideen zusammengeführt, die Potenzial für Verwirklichung haben, aber noch keinen konkreten Bauplan darstellen“, sagte Lueger.

So kristallisierten sich bei den Arbeitssitzungen Möglichkeiten wie ein Trinkbrunnen, ein öffentliches WC samt Dusche, ein Jugendtreff mit Bandprobenraum im Bahnhofsgebäude und eine Skaterzone heraus. Klare Strukturen mit neuer Straßenführung Richtung Maisberg und Friedhof, die den ruhenden vom fließenden Verkehr trennen, wurden allgemein positiv bewertet.

Waggons könnten Appartements werden

Als spannendster Impuls erwies sich die Idee einer auf den verbleibenden Eisenbahnschienen verschiebbaren Radfahrerherberge. Drei bis vier Waggons könnten dafür zu kleinen Appartements umgebaut werden. „Das wäre ideal für Radtouristen. Es müsste sich nur ein Betreiber finden, der das errichtet“, sagte Fremdenverkehrsgemeinderätin Anita Eybl.

Wie viele Parkplätze vorgesehen werden, hänge von der Oberflächengestaltung des Raumes ab. Jedenfalls wären mehr als jetzt angedacht. Bürgermeister Josef Hofmarcher sieht im Masterplan eine Art Leitlinie für alle im Areal zu tätigenden Baumaßnahmen.

Lob gab es für das vielfältige, kreative und klar strukturierte Konzept. Deutliche Vorbehalte hatten Anrainer gegen den Jugendtreff. Der ziehe nächtens Verkehr an und würde zur Lärmquelle, zeigten sie sich besorgt.