Waidhofner Volkspartei: Breit aufgestellt in die Wahl

Spitzenkandidat Werner Krammer führt 80 Kandidaten an. Diese buhlen um Vorzugsstimmen. Wahlziel: „Gestaltende Mehrheit“.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 03:25
Lesezeit: 3 Min

Aufgrund der angespannten Corona-Situation ging der Auftakt der Waidhofner Volkspartei für die Gemeinderatswahl im neuen Firmengebäude der Firma Lite im Wirtschaftspark Kreilhof am Montagabend nur im kleinen Rahmen über die Bühne.

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Foto: NÖN

Insgesamt gehen für die WVP diesmal 80 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. Das sind so viele, wie seit 40 Jahren nicht mehr. 23 Frauen und 57 Männer stehen auf dem Wahlvorschlag der Volkspartei. Lediglich Bürgermeister Werner Krammer ist als Spitzenkandidat gesetzt, über die Vergabe der restlichen Mandate entscheiden die Vorzugsstimmen. Die ersten dreißig Kandidaten – zehn Frauen und 20 Männer – werden dabei einen aktiven Vorzugsstimmenwahlkampf führen. Das heißt aber nicht, dass die weiteren 50 Kandidaten nicht auch dank der Vorzugsstimmen in das Stadtparlament einziehen können. Drei bis fünf Mandate behält sich der Parteivorstand jedenfalls zur freien Vergabe offen, sollten letztendlich nicht alle Berufsfelder, Ortsteile, Altersgruppen und Bünde abgedeckt sein.

Stadtchef Krammer zeigte sich beim Wahlauftakt erfreut über die Größe seines Teams: „Es freut mich, dass sich so viele Personen dazu bereit erklärt haben, unsere lebenswerte Stadt noch lebenswerter zu machen. Es ist ein buntes Team, das die Breite des Waidhofner Lebens zeigt. Damit wird die Volkspartei ihrem Namen vollkommen gerecht.“

Wieder mit dabei ist Vizebürgermeister Mario Wührer. „Wir feiern in Waidhofen heuer 50 Jahre Stadt und Land. Ich möchte mich weiter dafür einsetzen, dass dieses Leben voller Möglichkeiten in Waidhofen weitergeht.“

Neues umsetzen und Gutes bewahren

Neu im Team sind Student Matthias Kohlbauer und Gudrun Schindler-Rainbauer. Nach anfänglichem Zögern habe sie sich schließlich für eine Kandidatur entschieden, berichtete Schindler-Rainbauer. Die parteifreie Psychologin, die das Waidhofner KinderUNIversum ins Leben gerufen hat und leitet, ist beruflich für das Jane Goodall Institute tätig. „Mir ist es wichtig, die Stadt weiter gut voranzubringen“, hielt Schindler-Rainbauer fest. „Dafür muss man Neues umsetzen, aber auch das Gute bewahren. Es braucht eine gewisse Stabilität.“

Neben den Kandidaten kamen beim Auftakt im Wirtschaftspark Gstadt aber auch Unterstützer des Stadtchefs zu Wort, die nicht auf der Liste stehen. Werner Krammer sei ein Mensch, der zuhöre und für Kultur und Musik stehe, sagte Musikerin Angelika Steinbach-Ditsch. „Es freut mich, in einer Stadt leben zu können, wo Kultur und Kunst wirklich Wert haben.“ Die hohe Lebensqualität in Waidhofen lobte auch HTL-Direktor Harald Rebhandl. Stadtchef Krammer stehe für eine positive Standortentwicklung und scheue sich nicht davor, Hürden zu nehmen, um Waidhofen fit für die Zukunft zu machen, sagte Rebhandl. Maschinenring-Obmann Johann Bösendorfer strich wiederum hervor, dass Krammer bei den Leuten draußen sei und ihre Anliegen ernst nehme.

Im folgenden führte Spitzenkandidat Krammer das zehn Punkte umfassende Wahlprogramm der WVP aus (siehe Infobox). Dabei hielt er fest, dass alle Vorhaben stets im Einklang mit dem Klimaschutz zu erfolgen haben. Ein konkretes Wahlziel wollte sich der Stadtchef nicht entlocken lassen. Nur so viel: Ziel sei es, die „gestaltende Mehrheit“ zu behalten, sagte Krammer und betonte, dass er weiterhin auf ein Miteinander setze.