Kematen: Mann nach versuchter Nötigung festgenommen. Kematner bedrohte seine Geschwister und leistete Widerstand gegen Polizeibeamte. Er konnte nur durch den Einsatz von Pfefferspray widerstandsunfähig gemacht werden und wurde bei der Justizanstalt St. Pölten angezeigt.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 28. Oktober 2020 (13:17)
Festnahme (Symbolbild)
APA (Themenbild)

Die Polizeiinspektion Kematen wurde am vergangenen Samstag, 24. Oktober, von der Notrufzentrale NÖ zu einer Intervention gegen Gewalt in der Privatsphäre sowie gegen versuchte Nötigung und Körperverletzung alarmiert.

Ein Mann bedrohte seinen Bruder und seine Schwester, weswegen gegen ihn ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen wurde. Der Mann weigerte sich jedoch, die Wohnung zu verlassen, und leistete, trotz mehrmaliger Aufforderung und der Androhung von Zwangsmaßnahmen, passiven Widerstand, indem er die Beamten anschrie und mit den Händen wild gestikulierte.

Die Beamten fassten den Mann an den Armen, um ihn aus der Wohnung zu weisen und das Betretungs- und Annäherungsverbot durchzusetzen. Doch auch hier leistete der Mann Widerstand, indem er die Hände immer wieder ruckartig zurückriss und die Beamten zu ihm hinzog.

Pfefferspray musste eingesetzt werden

Schließlich kamen Beamte einer Streife der Polizeiinspektion Waidhofen ihren Kematner Kollegen zu Hilfe. Der Mann versuchte weiterhin aktiv, die Beamten abzuschütteln. Dabei kam auch ein Beamter zu Sturz.

Durch die Anwendung von Pfefferspray konnte der Mann letzten Endes widerstandsunfähig und zur Polizeiinspektion Kematen gebracht werden.

Keiner der Beamten wurde bei dem Einsatz verletzt, jedoch entstand leichter Sachschaden an der Ausrüstung eines Polizisten.
Der Mann wurde von der Rettung nach der Anwendung des Pfeffersprays erstversorgt, wies aber ansonsten ebenfalls keine Verletzungen auf. Er wurde wegen Tatbegehungsgefahr in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.