Vier zum Gedenken. Am Pfingstsonntag erschütterte der Unfalltod von vier Senioren Ybbsitz. Nun wurden ein Kreuz und ein Gedenkstein errichtet.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 14. Oktober 2014 (07:05)
NOEN, Leo Lugmayr
Berührende Worte fand Pater Florian Ehebruster bei der Segnung des Kreuzes für die vier Verunglückten am Prochenberg.

Noch heute sitzt den Freunden des Prochenbergs der Schrecken in den Gliedern, denken sie an das Unglück zurück, das am Pfingstwochenende Ybbsitz erschüttert hat.

Geschnitztes Holzkreuz auf einem Gedenkstein

Die langjährigen Hüttenbetreiber Frieda und Hans Atteneder sowie Hedi und Hans Pöchhacker waren damals auf der Heimfahrt von der Hütte mit dem Auto vom Weg abgekommen und hunderte Meter tief in den Tod gestürzt. Die Trauer um die vier beliebten Senioren und nimmermüden Ehrenamtlichen ist bis heute von den Familien und den Freunden noch nicht überwunden.

Um den Verunglückten ein Gedenken zu setzen, brachte man an der Unglücksstelle ein geschnitztes Holzkreuz auf einem Gedenkstein an. Mehrere Firmen und Freiwillige hatten sich in den Dienst der Sache gestellt. Der Bildhauer Christian Fahrnberger hatte einen beeindruckenden Gekreuzigten aus Zirbenholz geschnitzt, der allen Schmerz zum Ausdruck zu bringen scheint.

Dankesansprache vor rund 300 Menschen

Pater Florian Ehebruster segnete am Samstag das Marterl und fand tröstende Worte für die Hinterbliebenen. Diakon Nikolaus Farfeleder ging in einem meditativen Text auf das Unglück ein.

Monika Kimmeswenger hielt im Namen der beiden Familien eine berührende Dankesansprache und Bürgermeister Josef Hofmarcher umriss in seinen Worten das Ausmaß des Unglücks vor rund 300 Menschen: Angehörige, Verwandte, Alpenvereinsmitglieder und Freunde gedachten der vier Ybbsitzer am Ort des tragischen Unglücks.