Vier neue Radwege im Ybbstal. Erstes Teilstück nach Oberland fast fertig. Sharrows im Redtenbach 2021. Radschnellweg bis Böhlerwerk wird geprüft.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 12. Dezember 2020 (14:52)
Bei der Radanbindung Richtung Oberland ist man mit dem ersten Teilstück von der Firma Forster stadtauswärts fast fertig.
Leonhartsberger

Die Stadt Waidhofen möchte in den nächsten fünf Jahren alle Nachbargemeinden mit Radwegen an die Stadt anbinden. In Summe werden bis 2025 3,18 Millionen Euro in den Ausbau des Radwegnetzes investiert. Wie die NÖN berichtete, wurde nun der Verlauf des Radwegs Richtung Gstadt auf Waidhofner Seite konkretisiert. Dieser soll nun zum Großteil auf der Bahntrasse verlaufen. Die Fertigstellung ist 2022 geplant.

Bei der Radanbindung nach Gaflenz ist man mit dem ersten Teilstück von der Firma Forster bis Oberland fast fertig. Der Abschnitt von der Abzweigung auf den Seeberg bis nach Oberland wurde bereits asphaltiert. Der zweite Abschnitt soll, so es die Witterung zulässt, in den nächsten Tagen folgen. „Der neu gebaute Bereich hat eine optimale Streckenführung“, freut sich Verkehrsstadtrat Erich Leonhartsberger.

Um das zweite Teilstück von der Firma Forster in die Stadt umsetzen zu können, müssen für die geplante Trasse noch Grundablösegespräche geführt werden. Eine Umsetzung ist für die Jahre 2024 bis 2025 geplant.

Die Anbindung der Bachwirtsiedlung bis zum Hof Forsterbach wurde heuer im Herbst fertiggestellt. 2021 werden stadteinwärts bis zur Kreuzung der B 121 Sharrows gekennzeichnet. „Aufgrund der engen Straßenverhältnisse ist ein kombinierter Geh- und Radweg hier derzeit nicht möglich. Von einem Mehrzweckstreifen hat der Verkehrssachverständige abgeraten“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Bei den Engstellen soll Tempo 30 getestet werden.

Für den Radweg vom Hauptbahnhof bis Böhlerwerk wird derzeit auf Grundlage der Radbasisplanung des Landes NÖ die Möglichkeit eines Radschnellwegs ausgelotet. „Ich kann mir aber ganz ehrlich auf diesem Teilstück nicht vorstellen, dass man da die vorgegebene Breite von vier Metern abseits der bestehenden Straße zusammenbringt“, sagt der Stadtchef. „Wir prüfen das jetzt aber, um uns nachher nicht vorwerfen lassen zu müssen, diese Möglichkeit nicht in Erwägung gezogen zu haben.“ Die Umsetzung des Radwegs nach Böhlerwerk ist für 2022 bis 2023 geplant.